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03.12.2012, 16:00 Uhr

Das war's für Babbel

(ska) - Diese Trainerentlassung kommt nicht überraschend. Nach der 1:4-Klatsche der TSG 1899 Hoffenheim gegen Werder Bremen muss Markus Babbel endgültig seinen Stuhl räumen. Das bestätigte der Verein in einer eigens einberufenen Pressekonferenz.

Nur zehn Monate dauerte das Engagement des ehemaligen Bayern-Spielers beim Hopp-Klub. Neun Niederlagen musste Hoffenheim in der laufenden Saison bereits hinnehmen - und das, wo der Klub zu Saisonbeginn sogar mit den Europa-League-Plätzen geliebäugelt hatte. Derzeit stehen sie auf dem 16. Platz. Das ist deutlich zu wenig für einen derart ambitionierten Verein.

TSG-Manager Andreas Müller hatte den Rauswurf bereits kurz nach dem Spiel gegen Bremen erahnen lassen: "Wir werden die Situation analysieren. Die Lage ist prekär. Ich spüre die Verantwortung, eine Entscheidung zu treffen. Ob es mit Markus weitergeht oder nicht - das kann ich nicht beantworten." Zum ersten Mal verweigerte der Manager seinem Trainer der Vertrauensbeweis. Babbel selbst hingegen war sich im Interview mit "bild.de" sicher, auch gegen den Hamburger SV (Freitag, 20:30 Uhr) auf der Bank zu sitzen: "Ich bin der Letzte, der von Bord geht, nur weil es schwierig wird. Ich bin der Letzte, der aufgibt. Ich würde gerne mit den Jungs da unten rauskommen. Wir müssen gemeinsam versuchen, den Bock noch umzustoßen." Diese Chance wird ihm nun verwehrt.

"Ich hatte eine tolle Zeit mit Markus"

In der Pressekonferenz sagte Manager Müller, man habe sich die Entscheidung nicht leichtgemacht: "Wir haben die ganze Nacht diskutiert, aber jetzt ist es wichtig einen Cut zu machen. Wir müssen einen Neuanfang starten." Babbel, der an der Pressekonferenz nicht teilnahm, äußerte sich bisher nicht öffentlich zu seiner Freistellung, habe laut Müller jedoch Verständnis für die Entscheidung des Vereins. Der Manager brachte dem Ex-Coach noch einmal seinen Respekt entgegen: "Ich hatte eine tolle Zeit mit Markus. Ich schätze ihn sehr hoch, auch von menschlicher Seite."

Babbels Nachfolger muss nun alles tun, um der verunsicherten Mannschaft ihr Selbstvertrauen zurückzugeben. Keine leichte Aufgabe, denn das Team glich in den letzten Spielen teilweise einem aufgeschreckten Hühnerhaufen. Die neue Marschroute dürfte lauten: Zusammenhalt um jeden Preis. "Vom heutigen Tag an müssen wir alle möglichen Kräfte des Klubs bündeln. Wir müssen richtig eng zusammenrücken, um aus dieser prekären, sportlich sehr schwierigen Situation herauszukommen", sagte Manager Müller.

Heißer Kandidat für den Hoffenheimer Trainerposten scheint Marco Kurz zu sein. Dieser hatte den 1. FC Kaiserslautern 2011 in die erste Liga geführt. Er wurde im März 2012 wegen Erfolglosigkeit von den Pfälzern entlassen. Auch Jogi Löws Nationalteamassistent Hansi Flick ist ein möglicher Kandidat. Bis zur Winterpause übernimmt aber vorerst U23-Trainer Frank Kramer die Leitung des Trainings.

Alle News vom: 3. Dezember 2012 Zur Übersicht: Sport
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