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30.01.2013, 12:23 Uhr

Polizeigewalt gegen FC-Augsburg-Fans? Innenminister äußert sich

(ska/ae) - Das bayerische Innenministerium reagiert auf den offenen Brief von FC-Augsburg-Präsident Walther Seinsch. "Ich nehme die Vorwürfe des FC Augsburg zum FCA-Spiel vom 15.12.2012 in Fürth sehr ernst. Ich habe daher vom Polizeipräsidium Mittelfranken umgehend eine Stellungnahme angefordert", erklärte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann auf unsere Nachfrage.

Die Art und Weise der Kritik überrascht jedoch den Politiker: "Bislang ist er in dieser Sache nicht an mich herangetreten. Insoweit ist das schon ein ungewöhnliches Vorgehen, derart schwere Vorwürfe in der Öffentlichkeit zu erheben."

Fankrawalle

Fanexperte Pilz im Interview über die Hooligan-Problematik im Fußball. >

In einem offenen Brief an das bayerische Innenministerium hatte Seinsch zuvor unter anderem den unverhältnismäßig aggressiven Umgang mit den Augsburg-Fans während des Auswärts-Spiels bei der SpVgg Greuther Führt kritisiert.

Seinsch bezieht sich in seinen Ausführungen auf Erlebnisse der FCA-Anhänger. Dabei hatte das Unterstützungskommando der bayerischen Polizei (USK) die Fußballfans eingekesselt und zurück in die Busse getrieben.

Im Bericht des Fanbeauftragten der Schwaben zu den Fankontrollen ist von "massiven Beleidigungen gegenüber den Personen" die Rede. Auch Frauen seien gezielt beleidigt und "intensivem Körpereinsatz ausgesetzt" worden.

Ein Fan erlitt nach Schlägen durch einen USK-Beamten einen Fingerbruch. Von den Anhängern selbst sei zu keinem Zeitpunkt Gewalt ausgegangen.

FC Augsburg - FC Schalke 04

Den Schwaben gelingt gegen Schalke eine verdiente Punkteteilung. >

Seinsch rekapituliert auch andere Aufeinandertreffen mit dem USK - mit äußerst drastischen Worten: "Ich komme zu der Erkenntnis, dass die Fußball-Fans und auch normale Zuschauer als Ausbildungsobjekte (Stichwort Terrorbekämpfung) für das USK herhalten müssen und dass die Konfrontationen provoziert werden, um einen Ausbildungseffekt zu erzielen."

Alle News vom: 30. Januar 2013 Zur Übersicht: Sport

91 Meinungen zu "Polizeigewalt gegen FCA-Fans?"

  • wompf2000
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:30 Uhr
    @Politikfan: Das Pauschalargument der armen dienstleistenden Polizisten ist eines der vielen, die daneben gehen. Nichts, gar nichts, auch kein Wochenenddienst, rechtfertigt, wenn ein Polizist im Einsatz ohne tragfähigen Grund die Grenzen zur rechtswidrigen Gewaltausübung überschreitet. Punkt. Und wenn das im Einzelfall so ist, sind die Uniformierten zur Rechenschaft zu ziehen. Da gebe ich den Kritikern schon recht: Das passiert leider seltener, als es in einem Rechtsstaat der Fall sein sollte. (was in keiner Weise ein Gegen-Polizei-Statement sein soll... denn, wie dargestellt, ich distanziere mich von Pauschalisierungen auf beiden Seiten)
  • portugallothar
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:29 Uhr
    Forenaufsicht Heute, vor 12 Minuten Liebe Nutzer, in dieser Diskussion wurde sehr häufig gegen unsere Forenregeln verstoßen. Deshalb werden wir dieses Thema in wenigen Minuten schließen. --------------------- das hatte man auf seite 7 geschrieben..................... hat da jemand so schnell seine meinung geändert ?
  • Unwortfan
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:28 Uhr
    @Forenaufsicht Ich würde mir nicht die Blöße geben und "ein Schließen in wenigen Minuten" ankündigen...Dadurch wird eine Sicherheitslücke deutlich - oder man gibt zu, dass man erst auf den Vorgesetzten warten muss, der die Sperre freigibt...Einfach Klappe zu und fertig!
  • Politikfan
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:26 Uhr
    Die Polizeibeamten müssen wegen der Fanausschreitungen an den Wochenenden Dienst versehen, als wenn sie in ihrer Freizeit nichts Besseres zu tun hätten. Sie jetzt noch zu bezichtigen (vielleicht einmal abgesehen von Einzelfällen) sie würden Gewalt anwenden und die Fans seien friedlich, soll jeder für sich selbst bewerten. Wenn, wie behauptet, die Polizei für die Gewalt verantwortlich ist, gibt es doch nur eine ernsthafte Konsequenz, die Polizei bleibt ganz außen vor. Vereine, Fans und andere sind der Gewalt nicht zugeneigt und können alles selbst regeln. Was ironisch klingt meine ich ernst. Lasst den Sport unter sich sein, ohne Polizei.
  • wompf2000
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:23 Uhr
    Schade ist, dass zu diesem Thema immer von beiden Seiten viel Unsinn kommt. Gerade diejenigen, die so auf die fiese Polizeigewalt schimpfen, sind oft (nicht immer, wohlgemerkt) solche, die dann gleich mit der berühmten Abkürzung (...ihr wisst schon...) daherkommen, pauschalisieren, beschimpfen, provozieren... Ja, solche gibt es. Und auch gewaltbereite und überhaupt und sowieso. Und da bin ich - als "harmloser" Einfach-nur-Fußballfan ohne Gewaltambitionen - oft froh, wenn Polizei da ist. Ich wurde auch selbst schon mehr als einmal vor grundlosen Übergriffen durch gegnerische Fans geschützt. Durch die Polizei. Danke dafür. Genauso habe ich aber schon erlebt, wie von Seiten der Sicherheitsbehörden im Vorfeld die Stimmung mehr angeheizt als deeskaliert wurde, wie man als harmloser Zuschauer Repressalien durch die Polizei ausgesetzt war und, und, und. Opfer von Polizeigewalt wurde ich noch nicht, aber in manchen Situationen hat man das Brodeln schon gespürt, während demonstrativ mit Schlagstöcken gewedelt wurde, und hätte einer der Fans seinem Unmut in "unangemessener" Art Luft gemacht... Ja, ich glaube, es hätte Dresche gesetzt. Was hier Ursache und was Folge ist - also ob man mehr auf unbelehrbare Idioten unter den Fans schimpfen muss, die Fußball nur als Bühne für ihren Schwachsinn betrachten, oder mehr auf die Polizei, die in ihren Reaktionen durchaus übertreibt und/oder auch mal selbst erst die Stimmung aggressiv macht - Wer von all denen, die sich hier äußern, kann dazu fundiert was sagen? Ich nicht. Ich weiß nur eins: Mir geht beides auf die Nerven. Genau wie das meiste, das dazu gesagt/geschrieben wird. Und übrigens: Bei aller Dramatik, die allermeisten Fußballspiele, die ich bisher besucht habe, verliefen auch ohne Eingreifen der Polizei ohne Verletzte unter den Zuschauern. Man mag's kaum glauben.
  • FCAler
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:20 Uhr
    Fällt den Leuten hier eig. auf, was für einen scheiß sie labern? Von Fußballfans geht fast nie Gewalt aus. Wenn Gewalt ausgeht betrifft das einen so kleinen Anteil an den Zuschauern, wie auch im sonstigen Alltag (z.B. 30k Zuschauer, 20 Gewaltbereite und im Alltag in einer 30k Einwohner Stadt 20 Schlägereien). Von der Polizei geht allerdings des öfteren in ignoranter und arroganter Weiße eine Gewalt aus, die nicht zu akzeptieren ist. Walther Seinsch ist kein "Hooligan" oder sonst was und wenn er und ein Sicherheitsbeauftragter (der immer deeskalierend wirkt, das hab ich schon live gesehen) sagen, dass da unberechtigte Gewalt ausging, dann haben sie recht. Warum müssen sich Polizisten im Dienst nicht ausweißen, wie jeder Bürger durch die Ausweißpflicht? Die Polizei wird über die Anonymität geschützt vor Strafen und das kann es einfach nicht sein. Und dann der Punkt "Bezahlung von Ordnern": Wer bezahlt die Polizei bei Demonstrationen, die Polizei an Flughäfen (ich bin noch nie geflogen, warum zahl ich die?), die Polizei die in Mordfällen ermittelt (etwa der Mörder selbst?). Richtig der Steuerzahler, und wenn es die Leute für nötig halten soviel Polizei einzusetzen sind sie selbst schuld. Warum wurde denn das Spiel FCA II gg. Buchbach als Sicherheitsspiel abgetan? Sicherlich nicht, weil die FCA Rentner den Buchbacher Kindergarten schlagen will...Wenn man hier eine Meinung schreibt soll man sie begründen und auf Diskussionsebene argumentieren aber keine "Halt die Fresse Lügenpresse-Parolen" rausgrölen.
  • FreiBierLaetschn
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:19 Uhr
    ...wer stänkert, kriegt eins auf die Hörner...
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