Der 1. FC Nürnberg hat dank eines Last-Minute-Sieges nach Punkten vorerst zu Rang zwei in der 2. Fußball-Bundesliga aufgeschlossen. Die Franken erkämpften sich vor heimischer Kulisse 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Mit 47 Punkten haben die Nürnberger nun genausoviele Zähler wie der SC Freiburg auf Platz zwei. Die Südbadener treten am Montag zum Gipfeltreffen des 25. Spieltages bei Tabellenführer RB Leipzig an. In den unteren Tabellenregionen kletterte der TSV 1860 München zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag auf einen Nichtabastiegsplatz durch ein 3:2 (1:1) gegen den SV Sandhausen. Dafür rutschte Fortuna Düsseldorf nach dem 0:1 gegen den Karlsruher SC auf Ranfg 16 ab.

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Nürnberg bleibt nicht zu schlagen

Zoltan Stieber ließ den "Club" jubeln. Der 22 Minuten vor Schluss erst eingewechselte Nürnberg traf in der 88. Minute und machte damit den achten Heimsieg perfekt. Zudem sind die Franken schon 15 Spiele in Serie ungeschlagen. Patrick Erras (19. Minute) war zunächst die Führung gelungen, dem Isländer Jon Dadi Bödvarsson (22.) gelang vor 31 457 Zuschauern mit seinem ersten Tor im deutschen Profifußball nur der zwischenzeitliche Ausgleich. Pech hatte allerdings auch Stieber: Nur eine Minute nach seinem Tor musste er wegen der zweiten Gelben Karte wieder vom Platz. Was aber schwerer wog: Torhüter Raphael Schäfer verletzte sich womöglich schwer, er musste nach einer guten Stunden vom Platz.

1860 München freut sich

Mitte August hatte 1860 München das letzte Mal besser als Rang 16 in der Tabelle gelegen. Nun ist es wieder soweit. "Wir haben dieses Miteinander", lobte Trainer Benno Möhlmann. "Wir haben dieses "Kämpfen" und "Laufen"." Die Treffer seiner Mannschaft erzielten Christopher Schindler (10. Minute), Sascha Mölders (30.) und Michael Liendl (61./Foulelfmeter) vor 14 600 Zuschauern. Für die Gäste aus Sandhausen waren Aziz Bouhaddouz (12.) und Ranisav Jovanvic (72.) zur Stelle gewesen. Die Münchner haben auf Platz 15 nun 24 Punkte, ebenso viele wie Düsseldord auf Rang 16. Sandhausen bleibt vorerst Zwölfter mit 30 Zählern.

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Fortuna Düsseldorf ärgert sich

Die Rheinländer kassierten die dritte Niederlage in Serie. Vor 22 861 Zuschauern erarbeitete sich die Fortuna zwar zunächst die besseren Torchancen. Kerem Demirbay traf jedoch nur den Pfosten (15. Minute). Danach parierte KSC-Keeper René Vollath gegen Nikola Djurdjic (43.). Die Gäste erhöhten ihre Offensivbemühungen erst nach der Pause und wurden durch den Siegtreffer von Hiroki Yamada (75.) belohnt. Der KSC verbesserte sich mit 34 Punkten auf den siebten Rang.© dpa