Frankfurt/Main (dpa) - Thomas Schaaf hatte sein Jubiläum gar nicht auf dem Schirm. "Ich selbst wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass es ein besonderes Spiel sein könnte", sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt.

Da ihn in den vergangenen Tagen aber viele Leute angesprochen haben, weiß jetzt auch Schaaf, dass er am Samstagabend zum 500. Mal als Trainer bei einem Spiel der Fußball-Bundesliga auf der Bank sitzt. "Dass ich damit rund 15 Spielzeiten als Chefcoach tätig bin, zeigt, dass ich auch einige Dinge richtig gemacht habe", sagte der Eintracht-Coach.

Nur Otto Rehhagel (832), Jupp Heynckes (642), Erich Ribbeck (569), und Udo Lattek (522) haben noch mehr Erstliga-Partien als Cheftrainer erlebt. Dass der Gegner in seinem 500. Spiel wie in seiner ersten Begegnung wieder FC Schalke 04 heißt, sei natürlich "von langer Hand geplant gewesen", scherzte der 54-Jährige. Am 11. Mai 1999 fungierte Schaaf bei Werder Bremen erstmals als Cheftrainer und feierte einen 1:0-Erfolg. Ein Ergebnis, mit dem er auch am Samstag sehr gut leben könnte. "Drei Punkte am Samstag sind für mich wichtiger als die 500."

Die größte Veränderung zu früher ist für Schaaf der Altersunterschied zu seinen Profis. "Damals waren Spieler dabei, die waren kaum älter als ich. Heute könnten die Jungs meine Kinder sein", sagte Schaaf.© dpa