Brüssel (dpa) - Ein Gläschen Rotwein hätte sich Arsène Wenger am späten Mittwochabend in Brüssel verdient. Denn der Trainer des FC Arsenal wird 65 Jahre alt. Für eine große Feier bleibt dem Franzosen aber keine Zeit: Um 20.45 Uhr beginnt das Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht.

Seit mehr als 18 Jahren ist Wenger Trainer der Gunners. Er hat den Club zu drei Meistertiteln und fünf FA-Cup-Triumphen geführt. In der vergangenenSaison betreute er die Nord-Londoner zum 1000. Mal. Das Jubiläum endete in einem Fiasko: Arsenal unterlag Stadtrivale Chelsea 0:6. In Brüssel wird sein Team alles daran setzen, dem Coach nicht den Geburtstag zu verderben. An ein Ende seiner Karriere denkt Wenger nicht. Sein Vertrag läuft noch bis 2017. Zu Hause Rosen schneiden - das kommt für "Le Professeur" nicht infrage, obwohl die glanzvollen Zeiten schon länger zurückliegen und es zuletzt Rückschläge gab.

"Wenn man eine Karriere startet, wo ich sie gestartet habe, und dann zurückschaut, erkennt man, dass man kämpfen können muss", sagt Wenger. Sein Vater habe nichts mit Fußball am Hut gehabt. "Mir wurde keine roter Teppich ausgerollt. Ich musste jeden Tag kämpfen und hart arbeiten. Das habe ich gemacht - und so lange ich kann, werde ich es weiter machen."© dpa