Den legendärsten Ausraster der Bundesliga-Geschichte liefert Giovanni Trapattoni bei einer Pressekonferenz am 10. März 1998: "Was erlauben Struuunz", "Wie eine Flasche leer" und vor allem "Ich habe fertig!" sind bis heute - auch 18 Jahre nach der großartigen Rede - geflügelte Ausdrücke.

"I lose my evening!" - 2011 sollt Lothar Matthäus als Champions-League-Experte für den TV-Sender Al-Jazeera das Spiel der Bayern gegen Inter Mailand analysieren. Irgendetwas passt ihm jedoch ganz offensichtlich nicht. Über die Gründe von "Loddars" Frust kann angesichts seines berühmten Englisch-Kauderwelschs allerdings nur spekuliert werden: "I tell you now something: I stay only in Munich for this fucking job tonight."
Sky-Moderator Dieter Nickles (l.) meint, der FC Bayern sei beim 1:1 in Nürnberg etwas "unterkühlt" ins Spiel gegangen. Auf Nickles' Nachfrage, ob er das total falsch gesehen habe, poltert der damalige Trainer Louis van Gaal los: "Total falsch. Ich finde es unglaublich, dass Sie das sagen […]Ich denke, dass das Publikum ein sehr gutes Spiel gesehen hat und sie haben gestreitet, Nürnberg, unglaublich! Und das ist schön. Aber Sie können nicht sagen, dass Bayern München schlecht gespielt hat. Das kann nicht wahr sein!"
"Vulkan" Jürgen Klopp zeigt gerne und häufig sein Temperament. Wie etwa nach der 0:3-Niederlage seiner Dortmunder im Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid. Auf die Frage, ob das Rückspiel schon gelaufen sei, wettert Klopp "Auf doofe Fragen kann ich auch doof antworten, wie wir alle wissen" und äffte sodann sein Gegenüber, ZDF-Moderator Jochen Breyer, nach: "Herr Klopp, das ist durch! Sind wir fertig?"
Nach einem knappen 1:0-Sieg der Bayern brennen bei Uli Hoeneß die Sicherungen durch. Auf die Frage eines Bayern-Reporters, ob man in dem Spiel die "Dusel-Bayern" erlebt habe, zeigt der damalige Manager seinem armen Angestellten, wer am längeren Hebel sitzt: "Sie sind wirklich vom FC-Bayern-TV? Sie müssen sich in der nächsten Woche einen neuen Job suchen."
Nach einem torlosen Remis der Nationalelf gegen Fußball-Zwerg Island im Jahr 2003 verliert der damalige Bundestrainer Rudi Völler im Interview mit Waldemar Hartmann die Fassung: "Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören [...] Du sitzt hier locker bequem auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker." Seitdem hat der Sportreporter den Spitznamen "Weißbier Waldi".
Dass man sich mit Stefan Effenberg nicht anlegen sollte, macht der "Tiger" in einer Pressekonferenz während seiner Zeit beim FC Bayern klar: "Es wird immer nur geschrieben "Scheiß Effenberg, der bringt keine Leistung, der spielt mit angezogener Handbremse" oder sonst irgendwas. So ein Schmarrn. So ein Scheiß![…] Ich bin einer, der lässt sich das nicht gefallen. Freunde der Sonne. Nächste Frage."
Ein absoluter Klassiker: In einer 42-Sekunden-Pressekonferenz stellt sich der damalige Trainer des VfL Wolfsburg, Klaus Augenthaler, sichtlich genervt selbst vier Fragen. Die passenden Antworten liefert der frühere Abwehrspieler höchstselbst. Dann verlässt er das Podium. Das nennt man wohl konsequent.
Dieses Interview ist schon jetzt legendär. Nach dem krampfigen 1:0-Sieg der deutschen Mannschaft im WM-Achtelfinale gegen Algerien 2014 kann der sonst so ruhige Per Mertesacker nicht mehr an sich halten: "Was wollen Sie jetzt von mir?", motzt er ZDF-Reporter Boris Büchler an. "Glauben Sie jetzt – äh – unter den letzten 16 ist irgendwie ne Karnevalstruppe oder was?" Vor allem Mertes Worte "ich lege mich jetzt erst mal drei Tage in die Eistonne" sind inzwischen Kult.
Da war aber jemand sauber angefressen! Nach der heftigen 0:4-Niederlage von Real Madrid gegen den Stadtrivalen Atletico lässt Superstar Cristiano Ronaldo seinen Ärger kurzerhand an einem Journalisten aus. Der wagt es nämlich, eine Frage zu stellen, die nicht unmittelbar mit dem Spiel zu tun hat. "Was willst du hören?", blafft Ronaldo den Reporter an. "Wärst du ein intelligenter Journalist, würdest du mich nach dem heutigen Spiel fragen. Du bist nicht intelligent. Sorry."