München (sl) - Wieder ein Fauxpas des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter. Was eigentlich wohl als Scherz gemeint war, ging für den Schweizer nach hinten los. Auf einer Pressekonferenz im Soccer-City-Stadion in Johannesburg empfahl er schwulen und lesbischen Fans während der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar auf Sex zu verzichten.

Dies antwortete Blatter auf die Frage eines Journalisten, was er aufgrund der strikten gesetzlichen Regelung gegen Homosexualität schwulen Fans für die WM raten würde.

Die WM-Vergabe an den arabischen Staat löste bei Fußball-Anhängern und Medien lautstarke Kritik aus. Der FIFA-Präsident verteidigte auf der Pressekonferenz nochmals die Entscheidung für Russland und Katar. Er dementierte die Vorwürfe, dass Geld dabei eine Rolle gespielt hätte.

Neben der restriktiven Haltung gegenüber Schwulen und Lesben kommen auf die Fußball-Fans bei der Endrunde in Katar einige Entbehrungen zu: Alkohol ist in den jetzigen Gesetzen verboten, Kneipen oder Diskotheken gibt es so gut wie gar nicht.