Düsseldorf (dpa) - Der 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga findet aufgrund der "englischen Woche" ohne Freitagspartie statt. Am Samstag startet der Spieltag dann mit sechs 15.30 Uhr-Partien. Die Begegnungen im Überblick.

VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams haben noch die Champions League im Visier. Der VfL kann mit einem Sieg den Rückstand auf Gladbach auf zwei Punkte reduzieren.

PERSONAL: Die Wolfsburger Ausfall-Liste ist lang. Benaglio, Naldo, Dost und Jung fehlen. Gladbachs Dauerbrenner Wendt (Oberschenkel) fällt wie vier Langzeitverletzte aus.

STATISTIK: Die Niedersachsen haben keines der vergangenen zehn Heimspiele gegen Mönchengladbach verloren.

BESONDERES: VfL-Trainer Hecking absolvierte als Bundesliga-Profi sechs Partien für den Gegner.

Werder Bremen - Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Nord-Nachbarn stecken tief im Abstiegskampf. Für Schlusslicht Hannover würde eine Niederlage die Hoffnung auf den Klassenverbleib minimieren.

PERSONAL: 96-Stürmer Almeida, früher für Werder erfolgreich, ist gesperrt. Werders Winterzugang Yatabaré fällt wegen eines Trauerfalls in der Familie aus.

STATISTIK: Hannover gewann in 27 Anläufen nur einmal im Weserstadion. Werder-Torjäger Pizarro hofft auf sein 100. Tor für Bremen. Bisher steht der Peruaner bei 99 Treffern.

BESONDERES: 96-Trainer Schaaf kehrt in sein Wohnzimmer zurück. Er war 41 Jahre als Spieler und Trainer für die Hanseaten tätig.

1. FC Köln - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Schalke will sich für die 0:3-Heimpleite gegen Köln in der Hinrunde revanchieren und mit einem Sieg den Europacup-Platz festigen. Der FC steht als Zehnter im gesicherten Mittelfeld.

PERSONAL: Köln weiter ohne Zoller, der Einsatz des besten FC-Torschützen Modeste (Kopfprellung) ist fraglich. Bei Schalke fehlen fünf Langzeitverletzte und Choupo-Moting (Beckenprellung).

STATISTIK: Nur Schlusslicht Hannover (3 Punkte) holte 2016 weniger Punkte als Köln (6). Aber der FC gewann seit dem Wiederaufstieg 2014 mit Trainer Stöger alle drei Duelle mit Schalke.

BESONDERES: FC-Stürmer Modeste war an 56 Prozent aller FC-Tore beteiligt (14 von 25). S04-Coach Breitenreiter gewann weder als Spieler noch als Trainer je ein Bundesligaspiel gegen Köln.

Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Für Frankfurts Trainer Veh könnte das Duell mit Ingolstadt auch ein persönliches Endspiel sein. Eine weitere Pleite kann er sich kaum leisten. Die Eintracht ist seit drei Spielen torlos.

PERSONAL: Frankfurt muss wohl wieder auf Torjäger Meier verzichten, Aigner ist gesperrt. Beim FCI fehlt Morales (Adduktorenprobleme).

STATISTIK: Meier erzielte 44 Prozent der Eintracht-Tore (12 von 27) - das ist der höchste Wert in der Liga.

BESONDERES: Vor allem im Hause Hübner sorgt das Spiel für großes Interesse. Vater Bruno ist Sportdirektor bei der Eintracht, Sohn Benjamin spielt für den FCI.

FC Augsburg - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams kriseln: Der FCA hat nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, Leverkusen drei Spiele in Serie verloren.

PERSONAL: Beide Mannschaften sind gebeutelt. Bayer fehlen womöglich neun Verletzte, zudem ist Hernandez gesperrt. Augsburg muss im ausgedünnten Mittelfeld auch Ji ersetzen.

STATISTIK: Zuletzt spielten Augsburg und Bayer zweimal gegeneinander remis - davor hatte Bayer alle neun Pflichtspiele gewonnen.

BESONDERES: Vor einem Jahr sorgte FCA-Torhüter Hitz für einen der Saisonhöhepunkte, als er in der Nachspielzeit das 2:2 erzielte. Er avancierte nach Lehmann und Rost erst zum dritten Torwart der Bundesliga, dem ein Feldtor gelang.

VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der VfB steht nach zwei Niederlagen nacheinander wieder stärker unter Druck. Hoffenheim hat den Anschluss an die Nichtabstiegszone geschafft.

PERSONAL: Beim VfB sind bis auf die länger verletzten Ginczek und Baumgartl alle fit. Hoffenheim muss wohl auf Strobl verzichten. Der Einsatz von Ochs ist fraglich. Rudy fehlt weiterhin Rot-gesperrt.

STATISTIK: Hoffenheim hat keines der zurückliegenden acht Auswärtsspiele gewonnen. Der VfB erlitt gegen Schlusslicht Hannover seine erste Heimniederlage unter Trainer Kramny.

BESONDERES: 1899-Coach Nagelsmann will vor seiner mündlichen Trainer-Prüfung am Montag den dritten Sieg feiern. Bei Hoffenheim stehen sechs Ex-Stuttgarter im Kader.

Borussia Dortmund - Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Die Bayern haben nur noch fünf Punkte Vorsprung vor dem BVB. Der beste Tabellen-Zweite der Bundesliga-Geschichte will das Titelrennen mit einem Sieg noch einmal spannend machen.

PERSONAL: Beim BVB kehren nach der Rotation in Darmstadt einige Stammkräfte wie Bürki, Reus und Piszczek in die Startelf zurück. Auch die Bayern beklagen keine neuen Ausfälle.

STATISTIK: Dortmund hat die beste Heimbilanz der Clubgeschichte (10 Siege, 1 Remis) und 2016 noch kein Pflichtspiel verloren (9 Siege, 1 Remis). Das Hinspiel gewann der FCB klar mit 5:1.

BESONDERES: Duell der Torjäger: Bayerns Lewandowski (23) führt vor Aubameyang (22). Der BVB-Stürmer traf in seinen letzten elf Heimspielen immer mindestens einmal und kann den historischen Rekord von Gerd Müller und Heynckes einstellen. Zusammen bringt es das Duo auf 45 Treffer - wie Müller und Heynckes vor 42 Jahren.

FSV Mainz 05 - SV Darmstadt 98 (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Mainzer rocken die Liga, nach dem Sieg in München träumen die 05er von Europa. Die "Lilien" setzen auf ihre Stärke in der Fremde, um sich weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen.

PERSONAL: Der FSV bangt um Donati und Bungert. Angreifer Cordoba rückt wieder in die Startelf. Bei Darmstadt hat Garics Knieprobleme.

STATISTIK: Darmstadt holte aus den vergangenen vier Partien nur einen Punkt und ist in diesem Zeitraum das schlechteste Team der Liga.

BESONDERES: Das große Derby in Frankfurt hat Darmstadt gewonnen. Nun soll auch in Mainz ein Dreier gelingen.

Hamburger SV - Hertha BSC (Sonntag, 17.30 Uhr)

SITUATION: Der Dritte aus Berlin will seine Champions-League-Ambitionen untermauern. Der HSV hat nur eins der letzten zehn Bundesligaspiele gewonnen und muss dringend punkten.

PERSONAL: Hunt soll bei den Hanseaten nach Rücken- und Oberschenkelproblemen zurückkehren, Johan Djourou (Gelb-Rot-Sperre) fehlt. Berlin kann mit dem stärksten Team antreten.

STATISTIK: Hertha hat die vergangenen fünf Spiele gegen den HSV ohne Gegentreffer (11:0 Tore) für sich entschieden. Der bis dato letzte HSV-Heimsieg gegen Berlin liegt sechs Jahre zurück.

BESONDERES: Hertha-Stürmer Ibisevic schenkte dem HSV bislang sieben Tore ein. Keine Bundesligamannschaft gewann 2016 seltener als der HSV, dem nur ein Sieg gelang (3:2 gegen Mönchengladbach).© dpa