Dubai (dpa) - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat Kritik an der Wahl von Dubai für das Trainingslager des Fußball-Bundesligisten zurückgewiesen. Watzke sagte, nur sportliche Gründe seien ausschlaggebend für die Entscheidung des Vereins gewesen.

"Ich kann verstehen, dass die Reise von der Politik hinterfragt wird. Wir wissen, dass das Land keine lupenreine Demokratie ist. Für uns ist es eine reine Geschäftsbeziehung, wir bezahlen das, und dann hauen wir wieder ab", zitierten die "Ruhr Nachrichten" den BVB-Geschäftsführer in ihrer Online-Ausgabe. "Wir wollten ein gutes Trainingslager und uns nicht zur politischen Werbelokomotive für ein Regime machen lassen. Das ist uns gelungen", fügte Watzke hinzu.

Vor Watzke hatte schon BVB-Sportdirektor Michael Zorc mit Unverständnis auf Kritik am derzeitigen Trainingsort reagiert. Er könne das nicht nachvollziehen, hatte Zorc vor dem Abflug wissen lassen. Beim BVB werde das Thema Menschenrechte aufgemacht, obwohl Dubai eine klare Urlaubsdestination "für halb Europa" sei.

Auch aus der BVB-Fanszene hatte es Kritik an der Wahl Dubais gegeben. Borussia-Anhänger hatten in einem Magazin Menschenrechtsverletzungen in dem Land angeprangert.© dpa