Der FC Bayern hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum vierten Meistertitel in Serie gemacht. Durch ein 0:0 im Topspiel bei Verfolger Borussia Dortmund wahrte der Bundesliga-Spitzenreiter seinen Fünf-Punkte-Vorsprung.

Hohes Tempo, viele Chancen - aber leider keine Tore. In einem sehenswerten Branchengipfel hat der FC Bayern den Angriff des Dauerrivalen Borussia Dortmund abgewehrt, aber eine Vorentscheidung im Bundesliga-Titelkampf verpasst. Mit dem 0:0 bei Dauerrivalen wahrte das Team von Trainer Pep Guardiola den Fünf-Punkte-Abstand auf den Tabellenzweiten BVB.

Drei Tage nach der überraschenden 1:2-Heimschlappe gegen Mainz ersparten sich die Münchner einen weiteren Rückschlag und untermauerten mit einem starken Vorstellung ihren Titelanspruch. Die Dortmunder, denen am Ende die Puste ausging, durften sich mit dem Remis gut bedient fühlen.

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Dramatik und Treffer im Minutentakt: 26 Treffer in sechs Partien. © dpa

Im Vergleich zu den vergangenen Partien am Mittwoch, als zahlreiche Stammkräfte hüben wie drüben geschont worden waren, nahmen beide Trainer mehrere Veränderungen vor. BVB-Coach Thomas Tuchel beorderte sechs neue, sein Gegenüber Pep Guardiola immerhin fünf neue Profis in die Startformation.

Echtes Spitzenspiel auf Augenhöhe

Der von vielen befürchtete Rasenschach auf hohem Niveau blieb den Zuschauern von Beginn an erspart. Beide Teams waren um viel Ballbesitz und schnellen Spielaufbau bemüht. Folgerichtig entwickelte sich vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ein echtes Spitzenspiel auf Augenhöhe mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten.

So deuteten die Münchner bei Schüsssen von Thomas Müller (5.) und Douglas Costa (9.) Torgefahr an. Auf der Gegenseite kamen Pierre-Emerick Aubamayang (11.) und Erik Durm (20. ) einem BVB-Führungstreffer nahe.

Auf ähnlich hohem Niveau ging es bis zur Pause weiter. Nur eine Minute nach einer vom Dortmunder Marco Reus (27.) leichtfertig vertändelten Möglichkeit tauchte der pfeifschnelle Münchner Costa frei vor Roman Bürki auf, scheiterte aber am herauseilenden BVB-Keeper.

Dramatik und Treffer im Minutentakt: 26 Treffer in sechs Partien.

Dieser mustergültige Konter inspirierte die Gäste. Mit zunehmender Spielzeit erarbeiteten sie sich ein Übergewicht, das sich im Chancenplus widerspiegelte. So vergab der starke Arjen Robben bei zwei Schüssen (42./43.) von der Strafraumgrenze die Halbzeitführung für sein Team. Nicht nur die Zuschauer, sondern auch Bundestrainer Löw waren begeistert. «Ein unglaublich hohes Tempo. Beide Mannschaften spielen auf sehr hohem Niveau. Das ist das beste Spiel, das ich in dieser Saison bislang gesehen habe», schwärmte er in der Pause bei Sky.

Chancen im Minutentakt von Aubameyang, Vidal und Robben

Auch nach Wiederanpfiff blieb das Tempo hoch. Chancen fast im Minutentakt von Aubameyang (50.), Arturo Vidal (54.) und Robben (59.) waren Ausdruck eines mitunter spektakulären Schlagabtausches mit Vorteilen für die Münchner. Nur einem Reflex des Dortmunder Keepers Bürki in der 64. Minute bei einem Schuss von Vidal war es zu verdanken, dass sein Team nicht in Rückstand geriet.

Eine Viertelstunde vor Schluss schickte Guardiola dann noch Franck Ribery für Costa aufs Feld, um den Sieg gegen die nun zunehmend müder wirkenden Gastgeber zu erzwingen. Doch bei aller Überlegenheit fehlte den Münchnern um Top-Torjäger Robert Lewandowski zu oft die Präzision im Abschluss.

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