Ingolstadt (dpa) - Der FSV Mainz 05 hat den Minimalisten des FC Ingolstadt als Auftaktgegner wieder Glück gebracht.

Der Aufsteiger siegte am Samstag wie zum Saisonstart knapp mit 1:0 (1:0) gegen die Mainzer und kann dem Ziel Verbleib in der Fußball-Bundesliga mit nunmehr 23 Punkten mit noch größerer Zuversicht entgegenblicken. Das goldene Tor erzielte Moritz Hartmann mit einem verwandelten Handelfmeter in der 41. Spielminute. Es war erst das zwölfte Saisontor des FCI, Matchwinner Hartmann hat davon ein Drittel erzielt. Mainz rangiert mit 24 Zählern noch vor dem Liganeuling.

Die 13 500 Zuschauer im Ingolstädter Sportpark erlebten ein Kampfspiel, dem die spielerische Struktur in vielen Sequenzen fehlte. Der von Borussia Dortmund umworbene Yunus Malli bemühte sich bei den Mainzern vergebens, den Offensivaktionen der Gäste eine klare Linie und Gefährlichkeit zu geben. Malli fehlte in Yoshinori Muto ein gefährlicher Mann in der Spitze. FSV-Trainer Martin Schmidt hatte den Japaner (7 Saisontore) überraschend nicht in die Startelf gestellt. Der körperlich stärkere Cordoba kam nicht zum Torabschluss.

Viele lange Bälle statt feiner Ballstafetten prägten das Geschehen auf dem tiefen Rasen. Torchancen ergaben sich trotzdem. Nach einem Doppelpass mit Jairo wurde Mallis Schuss aber von einem Teamkollegen abgeblockt (17.). Auf der Gegenseite spitzelte Hartmann nach einem Kopfball von Mathew Leckie den Ball unglücklich an die Latte (19.).

Seine zweite Chance nutzte der erfolgreichste Torschütze des Aufsteigers: Beim Strafstoß ließ er dem Mainzer Schlussmann Loris Karius, der in die falsche Ecke abtauchte, keine Abwehrchance. Zuvor hatte Innenverteidiger Stefan Bell beim Schuss von Groß den Ball an den Arm bekommen. Der souveräne Ingolstädter Torwart Ramazan Özcan verhinderte in der Nachspielzeit das 1:1, als er einen Schuss von Daniel Brosinski reaktionsschnell abwehren konnte. Özcan hatte zuvor auch mehrfach aufmerksam außerhalb des Strafraums geklärt.

Intensiv und ruppig ging das Kampfspiel nach der Pause weiter. Mainz musste kommen, Ingolstadt stand aber stabil und verlegte sich aufs Kontern. FCI-Coach Ralph Hasenhüttl wechselte Winterzugang Dario Lezcano für den in der Spitze weitgehend wirkungslosen Elias Kachunga ein (63.). Der Stürmer aus Paraguay wurde stürmisch begrüßt von den Fans, seine Qualitäten konnte der 2,5-Millionen-Mann vom FC Luzern beim Debüt andeuten. Bei Mainz kam Muto ins Spiel (71.), aber auch das brachte nichts. In der zweiten Hälfte gab es nicht eine klare Torchance. So feierte Ingolstadt einen verdienten Arbeitssieg.© dpa