Das Landgericht Rheinland-Pfalz hat eine Entscheidung verkündet: Befristete Arbeitsverträge bei Fußballern bleiben auch weiterhin gültig. Der ehemalige Torwart des FSV Mainz 05, Heinz Müller, verliert damit vor Gericht. Zumindest vorerst.

Aufatmen im deutschen Profifußball. Das Landgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden: Befristete Arbeitsverträgt bei Profifußballern bleiben weiterhin gültig.

Der ehemaliger Torhüter des FSV Mainz 05, Heinz Müller, hatte geklagt und zunächst in einer erstinstanzlichen Entscheidung Recht bekommen. Dieses Urteil hat das Landgericht nun vorerst gekippt. Allerdings hat Richter Michae Bernardi verkündet, dass die vierte Kammer eine Revision zulassen werde.

DFB-Spieler hätten sich über WM-Ausfall des Spielmachers gefreut.

Bosman-Urteil ist nicht vom Tisch

Ein neues Bosman-Urteil, das den deutschen Fußball grundlegend verändern könnte, ist damit noch nicht vom Tisch.

Sollten Vereine ihren Spielern keine Drei- oder Vierjahresverträge mehr geben können und sie stattdessen nur unbefristet anstellen können, würde dies das gesamte Transfersystem zum Einsturz bringen.

Die Verhandlung zwischen dem Bundesligisten FSV Mainz 05 und seinem früheren Torwart Heinz Müller wurde am Mittwochvormittag nach kurzer Zeit unterbrochen. Gespräche über eine außergerichtliche Einigung zwischen beiden Parteien scheiterten anschließend, weil der Verein auf einem Urteil des Gerichtes besteht.

Vordergründig geht es in diesem Fall nur um einen Streit zwischen Müller und den Mainzern. Ein Zweijahresvertrag des heute 37-Jährigen war 2014 ausgelaufen. Müller klagte daraufhin vor dem Arbeitsgericht Mainz auf eine "Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis". © dpa