Leverkusen (dpa) - Trainer Roger Schmidt hat einen Teil der Schuld an der sportlichen Krise von Bayer Leverkusen auf sich genommen. "Natürlich schadet das der Mannschaft, wenn der Trainer nicht dabei ist", sagte der am Wochenende in Augsburg zum letzten Mal gesperrte Bayer-Coach.

"Im Moment kommt viel zusammen. Das ist schon eine schwierige Situation in einer Phase, in der man die Saisonziele nach Hause bringen will. Die Gefahr, die Ziele nicht zu erreichen, ist groß", meinte Schmidt, dessen Team in der Meisterschaft drei Spiele nacheinander verlor.

Zudem werden die Personalprobleme unter dem Bayer-Kreuz immer größer. In Augsburg muss der Tabellensiebte wohl neun verletzte Profis ersetzen. Lediglich bei Innenverteidiger Jonathan Tah besteht eine kleine Einsatzchance. Nach der äußerst schwachen Leistung beim 1:4 gegen Werder Bremen am Mittwoch ist die Hoffnung auf Besserung gering. "Die Situation hat sich dramatisch verändert. Uns fehlen drei Innenverteidiger, zwei Sechser und beide Spitzen - solche Ausfälle sind schwer zu kompensieren", erklärte der Coach.

Persönliche Konsequenzen für den Fall, dass sein Team am Ende der Saison mit leeren Händen dasteht und die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb nicht erreicht hat, befürchtet der Leverkusener Trainer nicht: "Da bin ich der falsche Ansprechpartner, ich glaube aber nicht." Schmidts Vertrag beim Club läuft bis zum 30. Juni 2019.© dpa