Stuttgart (dpa) - Kevin Großkreutz und Artem Krawets sollen dem VfB Stuttgart im Kampf um den Klassenerhalt einen entscheidenden Schub geben.

Die Wechsel des deutschen Weltmeisters von Galatasaray Istanbul und des zwölfmaligen ukrainischen Nationalspielers von Dynamo Kiew zum kriselnden Fußball-Bundesligisten sind so gut wie perfekt. Beide Profis haben nach Angaben der Schwaben vom Sonntagabend schon den Medizincheck absolviert. Allerdings muss der VfB noch mit den beiden Vereinen die Transfermodalitäten klären.

"Die Einigung mit Galatasaray Istanbul über einen Transfer steht noch aus. Wir hoffen jedoch, dass die Einigung zeitnah erfolgt", sagte VfB-Sportvorstand Robin Dutt. Großkreutz bringe "hervorragende fußballerische Qualitäten und eine absolute Winner-Mentalität mit". Dutt bezeichnete den auf vielen Positionen einsetzbaren 27 Jahre alten ehemaligen Profi von Borussia Dortmund als "eine enorme Verstärkung für unseren Kader".

Ähnlich ist die Lage auch im Fall des 26 Jahre alten Krawets. Der VfB hat mit dem Offensivmann bereits Einigung über einen Wechsel auf Leihbasis erzielt, muss mit Kiew aber noch ein paar Formalitäten klären. "Er ist ein Stürmer von internationalem Format, der seine Qualitäten bei Dynamo Kiew sowohl in der ukrainischen Meisterschaft als auch in der Champions League unter Beweis gestellt hat", urteilte Dutt.

Die türkische Zeitung "Milliyet" hatte zuvor berichtet, der VfB und Galatasaray hätten sich auf eine Ablösesumme von 2,6 Millionen Euro für Großkreutz geeinigt. Der Istanbuler Top-Club hatte den Allrounder im Sommer 2015 für 1,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund geholt. Weil dabei einige Transferregeln nicht eingehalten worden waren, wurde er mehrere Monate lang gesperrt. Großkreutz hatte zuletzt mehrfach über Heimweh geklagt und erklärt, dass er wieder nach Deutschland zurückkehren wolle.

Bei der WM 2014 in Brasilien war Großkreutz zu keinem Einsatz gekommen. Mit dem BVB holte er zwei deutsche Meistertitel. Zudem wurde er mit seinem Stammverein zweimal deutscher Superpokalsieger und einmal DFB-Pokalsieger.

Krawets trug maßgeblich zur EM-Qualifikation der Ukraine bei, die in der Gruppenphase einer der deutschen Gegner ist. Mit Kiew feierte der schnelle Angreifer drei Meisterschaften. In der zurückliegenden Saison gelang ihm mit dem ukrainischen Rekordmeister das nationale Double. 2014/2015 war er zudem der erfolgreichste Torschütze seines Teams. In dieser Runde kam Krawets für Kiew auf vier Einsätze in der Champions League.© dpa