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22.02.2012, 22:40 Uhr

0:1 in Basel: FC Bayern bangt ums Viertelfinale

Basel (dpa) - Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr lässt den FC Bayern München um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League bangen. Nach dem jüngsten Rückschlag im Bundesliga-Titelkampf verloren die Bayern durch ein Tor von Valentin Stocker in der 86. Minute mit 0:1 (0:0) beim FC Basel.

Der Rekordmeister steht nun im Rückspiel am 13. März in München vor einer äußerst heiklen Aufgabe. "Es ist schon bedenklich, was hier passiert ist, weil Basel das Spiel verdient gewonnen hat", konstatierte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer ernüchtert.

Trotz spielerischer Überlegenheit fehlte der Elf von Trainer Jupp Heynckes vor 36 000 Zuschauern im ausverkauften St. Jakob-Park einmal mehr die Durchschlagskraft im Angriff. Zudem erwies sich bei mehreren guten Chancen Basels Torhüter Yann Sommer als unbezwingbar. "Das ist ganz bitter. Wir hatten uns vorgenommen, zu Null zu spielen. Dass es nicht geklappt hat, haben wir uns selbst zuzuschreiben", resümierte Torhüter Manuel Neuer, der ein Gegentor schon vor der Pause mit seinen Paraden verhindert hatte.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß sah trotz der Niederlage keinen Grund, Trübsal zu blasen: "Ich bin der Meinung, 1:0 ist ein Ergebnis, das uns alle Chancen öffnet. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir das im Rückspiel nicht schaffen können. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass wir das noch schaffen können." Trainer Jupp Heynckes ärgerte sich vor allem über das Zustandekommen des Gegentreffers: "Der steht da ganz blank, das darf überhaupt nicht passieren. Das lag am gesamten Abwehrverbund." Stocker konnte sich bei seinem Schuss die Ecke aussuchen.

Mit der Rückkehr von Arjen Robben in die Startelf kam zunächst wieder Schwung in die beim 0:0 in Freiburg leblose Münchner Offensive. Doch der Niederländer baute mit zunehmender Spieldauer ab und stand im Schatten von Pendant Franck Ribéry. Der Dribbelkünstler aus Frankreich zeigte allerdings im Abschluss zweimal Nerven. Überhaupt war die fehlende Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor nach nur vier Siegen in den letzten zwölf Auswärtsspielen auch in der Schweiz ein Manko bei den Münchnern.

Beim FC Basel, der in der Gruppenphase Englands Renommierclub Manchester United ausgeschaltet hatten, entpuppten sich der Ex-Stuttgarter Marco Streller und der künftige Bayer Xherdan Shaqiri als effizientes und stets gefährliches Angriffsduo.

Auf dem holprigen Geläuf des St. Jakob-Parks waren Wille und Entschlossenheit bei den Bayern von der ersten Sekunde an spürbar. Schon in der 3. Minute bot sich Ribéry nach Robbens Heber in den freien Raum die Chance zur Führung, doch Sommer verhinderte mit einem Reflex das drohende 0:1. Wenig später stand der Franzose auf Zuspiel von Kapitän Philipp Lahm erneut frei vor dem Torhüter (11.) und scheiterte wieder am großartig reagierenden Sommer.

Doch die Bayern-Abwehr wackelte schon bei den ersten Basler Vorstößen bedenklich. In der 16. Minute musste Neuer gleich zweimal eingreifen: Erst rettete er gegen Streller, dann lenkte er den Kopfball von Alexander Dragovic reaktionsschnell an den Pfosten. Beim Lattenschuss des ebenfalls völlig freistehenden Alexander Frei (18.) wäre auch Neuer chancenlos gewesen.

Von der Offensivpower der Eidgenossen beeindruckt fielen die Bayern wieder in alte Muster zurück, im Mittelfeld wurde ein Spieler vermisst, der den Aktionen Struktur hätte geben können. Erst bei einem Distanzschuss von David Alaba (29.) deuteten die Gäste noch einmal Torgefährlichkeit an.

Mit Bayern-Dominanz, aber ohne große Torgelegenheiten liefen die zweiten 45 Minuten ab, die nicht an die Klasse der ersten Hälfte heranreichten. Robben und Ribéry versuchten weiter, das Spiel schnell zu machen, fanden aber nicht die Abnehmer für ihre Anspiele. Toni Kroos und David Alaba blieben unter ihren Möglichkeiten. Allein ein Distanzschuss von Lahm (68.) sorgte noch einmal für Aufregung vor dem Gehäuse der Hausherren. Auch der für Ribéry ins Spiel gekommene Thomas Müller konnte das Blatt nach dem überraschenden Rückstand nicht mehr wenden.

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800 Meinungen zu "Bayern blamiert sich in Basel"

  • kajax
    Freitag, 24.02.2012, 15:25 Uhr
    Allein die Tatsache macht mir schon Hoffnung, daß die Bayern recht unberechenbar sind. Ich denke da an Turin vor 2 Jahren. So könnten sie erst mal durch eine Sieg gegen S04 Selbstvertrauen tanken und dann Bales weg-Blasen..mit sagen wir 4:0. Das traue ich ihnen genauso zu wie leider auch eine weitere, bittere Niederlage zu. Alles zur Zeit sehr davon abhängig, ob sie zuerst und schnell ein Tor machen...
  • Romaniac
    Freitag, 24.02.2012, 13:50 Uhr
    Wollte der Olic nicht wechseln?
  • Neuendorff
    Donnerstag, 23.02.2012, 17:54 Uhr
    80% Ballbesitz und keine Tore....:-( man sollte den Spielern das Geld streichen. Und wann bringt der Trainer den Olic?
  • Dodo555
    Donnerstag, 23.02.2012, 17:27 Uhr
    leonxxsmall@ ""Tja,da ist aber gestern für einige Bayernfans,bestimmt eine riesengroße Seifenblase zerplatzt;)))) "Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nicht wieder", meinte Kapitän Philipp Lahm trotzig. Richtig - dem Spielverlauf nach hätte es 3:1 für Basel enden müssen;)))))"" Dann hab ich aber ein andern Spiel gesehn..... Ribéry scheiterte zweimal am reaktionsschnellen Basler Keeper Yann Sommer (3., 12.). Ergo 2:0.... Ob dann Streller in 16 und Frei in der 19 min. noch dazu gekommen wären!!! ist genau so hypothetisch wie die reiserische Aussagen von Dir ""riesengroße Seifenblase zerplatzt"" Warum !!! War dass das einzige Spiel!!! Das es Dich Freut das Bayern verloren gat....gut nichts dagegen...aber ein bissl Objektivität wär schon angebracht. App. Nicht NUR von Dir.
  • BerlinerIII
    Donnerstag, 23.02.2012, 17:21 Uhr
    Abschneiden des FCB in der Champions League: 14x dabei 1x Gruppenphase 3x Achtelfinale 5x Viertelfinale 2x Halbfinale 3x Endspiel (1 Sieg) Das heißt im Schnitt fliegen sie im Viertelfinale raus, also wo ist rein statistisch das Problem, dass der FCB rausfliegt oder mit Müh und Not vllt. noch wenigstens das Viertelfinale errreicht? Nur weil das CL- Finale in München ist, braucht man vom letzt- und diesjährigen Bundesliga 3. keine Wunderdinge erwarten, schon gar nicht in der aktuellen Form.
  • donsimon2
    Donnerstag, 23.02.2012, 17:17 Uhr
    Mit so einer Wackelabwehr und einem Ein-Mann-Sturm gewinnst du keinen Blumentopf...Aus fertig! Die Bayern müssen endlich mal junge und hungrige Spieler holen und nicht Rafinhas, Tymoshucks oder Boatengs die nur auf die Kohle schauen und sich dann eine gemütliche Zeit machen...So geht das nicht, das müssen auch der Uli und der Kalle jetzt endlich einsehen. Wie willst du so die Champions League gewinnen? Gegen Barca bekommst du so mindestens 4 Stück eingeschenkt und bis chancenlos. Und noch was: Der Lahm ist einfach ein Bubi und kein Kapitän. Da muss mal einer richtig die Sau rauslassen und auf dem Platz einigen in den Hintern treten...aber das kann der nicht. Wenn ich gestern Kapitän gewesen wäre, dann hätte ich die drei o.g. Herren nach 30 Minuten gefragt, wie Ihr Spiel heißt, das sie da seit 30 Minuten spielen? Fußball war es zumindest nicht. Wer ist eigentlich der Chef? Gibt es den überhaupt? Seit der megapeinlichen 2:6-Niederlage gegen BK 1903 Kopenhagen im UEFA-Cup 1992 habe ich kein derart miserables Spiel mehr des FCB gesehen. Ohne Worte...
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