Sandhausen (dpa) - Mit neuen Debatten um seine Person wollte Valerien Ismael nicht in die Länderspielpause gehen.

Nach der 1:2 (1:1)-Pleite beim SV Sandhausen steht dem Trainer des 1. FC Nürnberg die nächste unangenehme Analyse seiner bislang erfolglosen Arbeit beim ursprünglichen Aufstiegsfavoriten der 2. Fußball-Zweitliga bevor. Sieben Niederlagen in 13 Spielen - mit dieser Ausbeute kann Ismael nicht für sich werben. "Das ist eine bittere Niederlage für uns", lautete zum wiederholten Male sein Fazit.

Nach einem kleinen Zwischenhoch Anfang Oktober befinden sich die Franken wieder auf Talfahrt. Angesichts des Punktestandes könne man auch vereinsintern eine Diskussion über den Trainer "natürlich nicht vermeiden", erklärte Nürnbergs Fußballchef Wolfgang Wolf. Ismael sah von Vorwürfen gegen seine Spieler ab: "Ich kann keinen Vorwurf an die Jungs machen heute." Einstellung und Leidenschaft hätten gestimmt. "Die Mannschaft wollte unbedingt das Spiel gewinnen, das hat man gespürt", kommentierte Ismael.

Er ist nun gefordert. "Der Trainer macht gute Arbeit, aber heute ist es wieder gegen ihn gelaufen", erklärte Wolf vage zur ungemütlichen Situation von Ismael. Nach der Länderspielpause wartet eine schwere Aufgabe auf die Nürnberger: Am 23. November kommt Tabellenführer FC Ingolstadt.© dpa