Borussia Dortmund steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Doch das Spiel gegen den VfB Stuttgart musste in der ersten Halbzeit kurz unterbrochen werden, weil BVB-Fans Tennisbälle auf den Rasen geworfen hatten. Aber was steckt hinter der ungewöhnlichen Protestaktion?

Erst nach 20 Minuten betraten circa 400 Fans von Borussia Dortmund beim DFB-Pokal-Viertelfinale den Auswärtsblock des VfB Stuttgart. Statt über den Treffer von Marco Reus in der fünften Minute zu jubeln, demonstrierten die Fans lieber gegen die hohen Eintrittspreise in der Stuttgarter Arena.

Auf einem großen Banner war zu lesen: "Wann sieht man's auch in Stuttgart ein? Fußball muss bezahlbar sein!" Den Fans waren die Preise von 19,50 Euro für den billigsten Steh- und 38,50 Euro für den billigsten Sitzplatz sauer aufgestoßen.

Dieses Banner entrollten die Fans in den ersten 20 Minuten.

Nachdem die ersten 20 Minuten gespielt waren, nahmen die Fans dann schließlich ihre Plätze ein - und warfen Tennisbälle auf das Spielfeld.

Fußball darf nicht wie Tennis werden

Das Match musste daraufhin kurz unterbrochen werden, während die Spieler den Rasen wieder frei räumten.

Die einfache Botschaft hinter der Tennis-Aktion: Fußball darf nicht wie Tennis zum Elite-Sport werden. Darauf wies auch das Banner mit dem Schriftzug "Großes Tennis" hin.

Die Aktion wurde von der Faninitiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" initiiert. Das Bündnis gibt es schon seit 2010.

Bereits 2012 hatten Fans von Hertha BSC die gleiche Idee. Auch sie warfen während des Zweitligaspiels beim SC Paderborn Tennisbälle auf das Spielfeld. Auf ihrem Banner stand: "Tennis-Publikum nicht mit uns" und war zur damaligen Zeit auf die Diskussion um verschärfte Sicherheitsmaßnahmen bei Fußballspielen gemünzt. (ska)

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