Thomas Müller hat seine Pflicht erfüllt - wieder einmal. In der EM-Qualifikation beim 4:0 gegen Gibraltar traf der Nationalspieler doppelt. Zufrieden ist der Bayern-Spieler trotzdem nicht und übt deutliche Kritik am Modus der EM-Qualifikation.

Das 4:0 von Deutschland gegen Gibraltar in der EM-Qualifikation ist für einen Weltmeister zu wenig. Darin waren sich sowohl die Medien als auch der Bundestrainer einig.

Nationalelf muss gegen Spanien auf Nummer eins verzichten.

Trotz seiner beiden Tore hatte auch Thomas Müller nur wenig Spaß bei diesem Spiel. Dementsprechend deutlich fiel auch seine Kritik nach Abpfiff aus. Allerdings kritisierte der Bayern-Spieler nicht den Auftritt der Mannschaft, sondern vielmehr die Ansetzung der Partie und damit auch den Modus der EM-Qualifikation: "Solche Spiele sind eh für uns Spieler nicht ganz so angenehm. Und für die Zuschauer ist es auch nur eine gewisse Zeit erträglich. Ob man unseren Profikalender mit solchen Pflichtspielen auffüllen muss, ist die große Frage. Wenn man den Spielplan anguckt, den wir zu bewältigen haben, dann brauche ich solche Spiele nicht", sagte er deutlich. Für Müller war die Partie gegen Gibraltar bereits sein 52. Spiel im Kalenderjahr.

Es wird immer deutlicher: Vor allem die Weltmeister sehnen sich nach einer Pause. Sie sind langsam müde gespielt. "Grundsätzlich ist es gut, dass wir näher Richtung Weihnachten kommen. Mal zwei, drei Wochen Pause zu haben, schadet nicht", unterstreicht Müller diese Vermutung. Und Bundestrainer Jogi Löw stimmt seinem Nationalspieler zu: "Im neuen Jahr, nach einer Winterpause und drei Wochen Vorbereitung, bin ich mir sicher, dass sie auch körperlich und geistig frischer sind." (ska)