Fußballspieler sind für Grünflächen um ein Vielfaches schädlicher als Rinder - vor allem im Strafraum. Mit ihren Stollenschuhen verursachen sie im Torraum das 120-fache der Bodenbelastung von Bullen auf der Weide.

Zu diesem Ergebnis kommt die Rasen-Fachstelle der Universität Hohenheim bei Stuttgart. Die Experten berufen sich auf Untersuchungen der jährlichen Trittbelastung von Grünflächen.

Auf einem Sportplatz - den Fußballer wöchentlich durchschnittlich 16 Stunden lang benutzen - wird ein Punkt Rasenfläche pro Jahr demnach etwa 100 Mal berührt, im Strafraum sogar 600 Mal, wie aus einer Präsentation hervorgeht.

Die Experten für Kulturpflanzen haben zudem herausgefunden, dass Fußballer mit ihren Stollen zwar nur 5 bis 8 Zentimeter tief in den Boden dringen - und damit an Rinder nicht ganz herankommen (10 bis 15 Zentimeter).

Jedoch überbieten sie weidende Schafe mit ihren vergleichsweise harmlosen Hufen, die nur 1 bis 4 Zentimeter in den Rasen sinken. Aber auch Golfer stehen bis zu 6 Zentimeter tief im Grün - und erreichen in Lochnähe immerhin das Hundertfache der punktuellen Trittbelastung von Bullen.

Aber auch andere sportliche Aktivitäten sind in ihrer Wirkung auf den Untergrund nicht zu unterschätzen: So ergab eine Studie US-amerikanischer Forscher, dass Wanderer auf Bergpfaden mehr Sediment freisetzen als Fahrräder, Motorräder oder Geländewagen.© dpa

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