Hamburg (dpa) - Am Rande des Bundesliga-Nordderbys zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen (2:0) ist es am Sonntag zu Auseinandersetzungen von rivalisierenden Fußball-Fans gekommen.

Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei vom Montag an einem S-Bahnhof. Dort seien gegen 13.00 Uhr etwa 100 größtenteils vermummte HSV-Fans in eine S-Bahn gestürmt. In dem Zug befanden sich etwa 150 Werder-Anhänger. Die Angreifer hätten zunächst die Notbremse gezogen, anschließend seien sie mit Stangen und Pyrotechnik auf die gegnerischen Fans losgegangen.

"Der Ursprung ging von den HSV-Fans aus, daraus entwickelte sich dann eine Rangelei", sagte der Sprecher. In der Nähe des S-Bahnhofes wurden 37 HSV-Anhänger in Gewahrsam genommen, die nach Ende des Spiels wieder entlassen wurden. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs.

Auch am Hamburger Hauptbahnhof kam es vor und nach dem Spiel zu kleineren Zusammenstößen zwischen Fans. Einzelne S-Bahnen seien beschädigt worden, sagte der Sprecher. Insgesamt waren am Sonntag fast 400 Bundespolizisten im Einsatz.© dpa