Paris/Madrid (dpa) - In der Affäre um den in Spanien als Trainer gesperrten Zinedine Zidane geht der französische Fußball-Verband (FFF) auf Konfrontationskurs zu seinem spanischen Pendant (RFEF).

FFF-Präsident Noël Le Graët erklärte sich mit seinem Landsmann solidarisch und kritisierte den RFEF in scharfen Tönen. "Es ist schädlich für den europäischen Fußball, dass ein Spieler wie Zidane, der sich für die französische Trainer-Ausbildung entschieden hat, die weltweit anerkannt ist, seinen Beruf nicht ausüben darf, wie ihm das von der (Europäischen Fußball-Union) UEFA gestattet wird", wurde Le Graët vom FFF zitiert.

Die UEFA lasse die Ausübung des Trainerberufes bei laufender Ausbildung zu, so der FFF. Zidane wurde dennoch wegen fehlender Trainerlizenz als Coach des Reserveteams von Real Madrid für drei Monate gesperrt. Der Weltmeister von 1998 kann Berufung einlegen. Im Interview der Zeitung "Le Figaro" hatte er gemutmaßt, das Vorgehen gegen ihn habe mit "Eifersucht" zu tun.

Nachdem Zidane in der vergangenen Saison bei den Königlichen als Assistent von Cheftrainer Carlo Ancelotti gearbeitet hatte, übernahm der Franzose in dieser Spielzeit die in der dritten spanischen Liga spielende Reserve von Real. Dafür benötigt der 42-Jährige in Spanien den Trainerschein vom "Niveau 3", den er noch nicht besitzt.© dpa