Gründungsdatum29. September 1887
AnschriftSylvesterallee 7
22525 Hamburg
StadionImtech Arena (57 439 Plätze)
Vereinsfarbenblau-weiß-schwarz
VorstandsvorsitzenderCarl-Edgar Jarchow
InterimstrainerJosef Zinnbauer (seit 16. September 2014)
Mitgliederca. 73 000
Größte Erfolge:
Deutscher Meister1922, 1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983
DFB-Pokal1963, 1976, 1987
Europapokal der Pokalsieger1977
Europapokal der Landesmeister1983
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Der Trainer: Josef Zinnbauer

Der Hamburger SV setzt bei der Suche nach einem Weg aus seiner Dauerkrise mit Josef Zinnbauer auf eine kleine Lösung. Einen Tag nach der Entlassung von Mirko Slomka präsentiert HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer den bisherigen U-23-Trainer als neuen Cheftrainer. Der 44-jährige Zinnbauer, der mit seinem Team in der Regionalliga Nord die bisherigen acht Saisonpartien allesamt gewonnen hat, soll sich als fünfter Cheftrainer in dreieinhalb Jahren auf dem HSV-Schleudersitz versuchen.

Der Star: Pierre-Michel Lasogga

Das Sturmphänomen Pierre-Michel Lasogga passt einfach in die Hansestadt. Mit seinem unbeugsamen Willen kämpfte er gegen seine Verletzungen und den Abstieg an. Das beeindruckte die Fans mindestens genau so, wie seine Tore. Endlich einer, der nicht nur Sprüche klopft, sondern auch Taten folgen lässt. 13 Tore in 20 Ligaspielen, das kann sich sehen lassen. Und brachte ihm sogar einen Anruf von Bundestrainer Joachim Löw ein. Seine Quote und sein Bekenntnis für Hamburg machten ihn für den Verein sogar wichtiger als den "unverkäuflichen" Hakan Calhanoglu. Der Hoffnungsträger für das Mittelfeld musste gehen, damit Lasogga finanziert werden konnte.

Das Ziel: Europa League

Der Dinosaurier kann nicht aus seiner Haut. Deshalb muss das Ziel des Traditionsvereins mindestens Europa League heißen. Auch wenn die Fakten dagegen sprechen. Zwei Jahre dem Abstieg irgendwie entronnen, Trainer wie Spieler verschlissen und auf Führungsebene viel Zank und wenig Sachverstand. Klamme Kassen runden das Desaster ab - auch wenn Mäzen Kühne immer wieder Darlehen ausstellt. Statt die Spielergehälter zu verringern, ist das Volumen erneut angezogen. Mit der Umstrukturierung der Profiabteilung und dem neuinstallierten Sportchef Dietmar Beiersdorfer sollen dennoch die guten alten Titel-Zeiten aus den 80er Jahren wieder aufleben.

Die Mannschaft: Höhen und Tiefen

Zunächst sah es so aus, als sollte die Wiederbelebung ohne viel frisches Blut gelingen. Die ersten Neuzugänge waren Rückkehrer. Doch nach der 17-Millionen-Euro-Spritze aus dem Hause Kühne gelangen einige echte Infusionen. Nationalspieler Nicolai Müller (Mainz), Lewis Holtby (Tottenham), der Schweizer WM-Fahrer Valon Behrami (Neapel), Bayern-Leihgabe Julian Green und Zoltan Stieber (Fürth) könnten das Mittelfeld mit Rafael van der Vaart zu einer offensiven Attraktion machen. Die größte Problemzone bleibt die Abwehr, die viel zu oft nicht bundesligatauglich agierte. Immerhin steht mit René Adler weiter ein sportlicher und moralischer Rückhalt im Tor.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Jaroslav Drobny, 15 René Adler, 30 Alexander Brunst-Zöllner

Abwehr: 2 Dennis Diekmeier, 3 Cléber , 4 Heiko Westermann, 5 Johan Djourou, 7 Marcell Jansen, 22 Matthias Ostrzolek, 32 Slobodan Rajkovic

Mittelfeld: 11 Ivo Ilicevic, 17 Zoltan Stieber, 18 Lewis Holtby, 19 Petr Jiracek, 21 Valon Behrami, 23 Rafael van der Vaart, 24 Matti Steinmann, 33 Gideon Jung, 34 Valmir Nafiu, 39 Ashton Götz, 40 Gojko Kacar

Angriff: 9 Maximilian Beister, 10 Pierre-Michel Lasogga, 16 Artjoms Rudnevs, 26 Philipp Müller, 27 Nicolai Müller, 37 Julian Green

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Januar 2015)© dpa