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03.07.2014, 13:37 Uhr

Mesut Özil: Abschied von Real Madrid?

Vom Stammspieler zum Bankdrücker? Unter José Mourinho galt Mesut Özil bei Real Madrid noch als Musterschüler. Unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti jedoch könnte der deutsche Nationalspieler seinen Status als unverzichtbarer Dreh- und Angelpunkt des Madrider Angriffspiels verlieren. Und noch mehr: Nach der herben Kritik von Ancelotti am Wochenende wird ein Abschied von Özil aus Madrid immer wahrscheinlicher.

Wenn es stimmt, was in den spanischen und englischen Medien geschrieben wird, dann laufen die Telefonleitungen zwischen Madrid und Manchester schon seit Tagen heiß. Angeblich soll ein Wechsel von Mesut Özil und seinem Teamkollegen Kaka zu Manchester United nur noch eine Frage der Zeit sein. Das berichtet unter anderem die spanische Sportzeitung "El Mundo Deportivo". Die Meldung ist längst mehr als nur ein Gerücht. Jüngste Hinweise auf einen derartigen Transfer lieferte Reals Trainer Carlo Ancelotti selbst, der vor allem mit Özil und dem kürzlich nach Madrid gewechselten Supertalent Isco nach dem 2:1-Sieg gegen Betis Sevilla hart ins Gericht ging. Der Vorwurf: Özil und sein neuer Kollege arbeiten zu wenig mit für die Defensive.

"Zwischen Abwehr und Mittelfeld haben wir ein großes Loch. Wenn wir guten Fußball spielen wollen, müssen Spieler wie Isco und Özil auch in der Defensive mitarbeiten", schimpfte Reals neuer Trainer laut der Sportzeitung "Marca". Dass Ancelotti künftig wohl eher auf Isco als auf Özil setzt, ist in der Fußballszene ein offenes Geheimnis. So übernahm Isco schon in der Saisonvorbereitung immer häufiger Özils Position im zentralen offensiven Mittelfeld.

Sorgt Gareth Bale für Mesut Özils Abgang?

Für den gebürtigen Gelsenkirchener bleibt da nur die linke Außenbahn. Und hier kommt Tottenhams Megastar Gareth Bale ins Spiel. Noch immer setzt Real alles daran, den Waliser zu holen. Zuletzt waren sogar über 100 Millionen Euro als Ablösesumme im Gespräch. Sollte der Transfer klappen, gäbe es keine Rechtfertigung, einen so teuren Spieler auf die Ersatzbank zu setzen. Für Özil wäre der Platz in der Stammelf damit futsch.

Dass Ancelotti zu Beginn seiner Amtszeit den Verein durchrütteln will, wird auch an anderer Stelle deutlich. Zwar versetzte schon Vorgänger Mourinho den langjährigen Stammtorhüter Iker Casillas auf die Bank. Ancelotti aber treibt das Spiel so weit, dass "San Iker", wie der Torwart von Reals Fans ehrfurchtsvoll genannt wird, nun sogar den Verein verlassen will. Das wurde im Rahmen der spanischen Fußballsendungen "Punto Pelota" und "Tiki-taka" vermeldet.

Selbst für einen der größten Rivalen Casillas' ist das völlig unverständlich. "Ich war überrascht, dass Iker nicht im Tor steht. Er hat beim Confed Cup und während der letzten Aufenthalte mit der Nationalmannschaft gut ausgesehen. Für mich ist er der Beste", sagte Victor Valdes, Keeper des FC Barcelona.

(men)

Alle News vom: 3. Juli 2014 Zur Übersicht: Sport
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