Rund zweieinhalb Monate vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-EM hat die französische Nationalmannschaft einen Prestigesieg gegen die Niederlande eingefahren. Der EM-Gastgeber setzte sich am Freitagabend in einem Test in Amsterdam verdient mit 3:2 (2:0) gegen die nicht fürs Kontinentalturnier qualifizierten Holländer durch.

Von England bis zu den Niederlanden: Fußballnationen in der Dauerkrise.

Die Schweiz startete mit einer Niederlage in Irland ins EM-Jahr. Mit mehreren Bundesligaprofis verlor die Auswahl von Coach Vladimir Petkovic in Dublin mit 0:1 (0:1). In einem weiteren Test kam EM-Teilnehmer Slowakei nur zu einem torlosen Remis gegen Lettland.

Antoine Griezmann (6. Minute), Olivier Giroud (14.) und Blaise Matuidi (88.) erzielten die französischen Tore, für die Niederlande trafen Luuk de Jong (47.) mit dem Unterarm und Ibrahim Afellay (86.). Direkt nach dem 2:0 wurde die Partie für eine Schweigeminute zu Ehren des am Donnerstag verstorbenen Johan Cruyff unterbrochen - die niederländische Fußball-Ikone hatte früher die Nummer 14 getragen.

Arjen Robben fehlt angeschlagen

England ist keine Fußballmacht. Das haben die Engländer nun begriffen.

Die Gäste waren fast über die gesamte Spielzeit überlegen, obwohl von einer optimalen Vorbereitung auf die EM-Titelmission bisher keine Rede sein konnte. Noch immer ist beispielsweise ungeklärt, ob die Mannschaft bei der EM mit ihrem Top-Torjäger Karim Benzema antreten wird. Der Stürmer ist in eine Erpressungsaffäre verstrickt.

Bei den Niederländern fehlte unter anderem der angeschlagene Arjen Robben, der sich auf seine Genesung konzentrieren will. Altstar Wesley Sneijder wurde kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt.

Für Irland erzielte Innenverteidiger Ciaran Clark bereits nach zwei Minuten den einzigen Treffer gegen die mit zahlreichen Bundesligaprofis angetretenen Schweizer. Der Erfolg hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher ausfallen können.© dpa