Barcelona (dpa) - Ein abgezockter Elfmeter von Lionel Messi hat in der spanischen Fußball-Liga für Aufregung gesorgt. Statt den Ball direkt aufs Tor zu schießen, tippte Messi ihn nur leicht an. Eine Vorlage für Luis Suárez, der den kullernden Ball versenkte.

Kurios: Im offiziellen Spielbericht wurde der Strafstoß beim 6:1-Kantersieg des FC Barcelona gegen Celta Vigo als verschossen gewertet. Doch war der Elfer-Trick des Barça-Stars überhaupt erlaubt?

Ein Überblick über die FIFA-Regeln:

Was muss ein Schütze beim Strafstoß beachten?

- Nachdem der Schiedsrichter den Schuss freigegeben hat, muss der Strafstoßschütze den Ball treten - und zwar nach vorne.

- Aus einem Strafstoß kann ein Tor direkt erzielt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Eine Vorlage vom Elfmeterpunkt, wie bei Messi, ist nicht verboten.

- Der Schütze darf den Ball erst dann wieder spielen, wenn ein anderer Spieler seiner Mannschaft oder ein Gegenspieler ihn berührt hat. Trifft der Schütze Pfosten oder Latte, darf er den Abpraller also nicht selbst verwandeln.

Was sind die Regeln für die anderen Spieler?

- Während des Strafstoßes müssen sich die Feldspieler außerhalb des Strafraums und hinter dem Elfmeterpunkt aufhalten.

- Die Feldspieler stehen laut FIFA-Reglement mindestens 9,15 Meter vom Elfmeterpunkt entfernt und dürfen erst dann in den Strafraum, wenn der Ball wieder im Spiel ist.

- Der Torwart bleibt mit Blick zum Schützen zwischen den Pfosten stehen, bis der Ball getreten wird.

Was ist nicht erlaubt?

- Der Schütze muss den Elfmeter in einem Anlauf ausführen. Er darf den Schuss nicht antäuschen. Finten sind beim Anlaufen allerdings erlaubt.© dpa