Moskau (dpa) - Der russische Nationaltorhüter Igor Akinfejew hat nach seiner Verletzung durch einen Feuerwerkskörper im EM-Qualifikationsspiel in Montenegro Entwarnung gegeben. Der russische Fußballverband (RFS) kündigte an, bei der UEFA Beschwerde einlegen zu wollen.

Das bestätigte RFS-Chef Nikolai Tolstych nach dem abgebrochenen Spiel dem TV-Sender Rossija-2, dass Russland Protest einlegen werde. Bereits nach gut 20 Sekunden Spielzeit hatte der russische Torhüter Igor Akinfejew einen Feuerwerkskörper an den Kopf bekommen und musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach 35-minütiger Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Als montenegrinische Fans in der zweiten Halbzeit erneut Gegenstände aufs Spielfeld warfen, brach der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin die Begegnung ab.

Russlands Torhüter wird in EM-Quali von Feuerwerkskörper getroffen.

"Das Spiel hätte nicht fortgesetzt werden dürfen, nachdem Akinfejew von dem Feuerwerkskörper getroffen wurde", kritisierte Russlands Nationaltrainer Fabio Capello. Die UEFA hätte das Spiel abbrechen müssen, meinte er. Akinfejew erlitt eine Nackenblessur und kleinere Brandverletzungen.

Akinfejew gab Entwarnung. "Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben. Ich fühle mich jetzt gut", wurde der 28-Jährige auf der Webseite des russischen Fußball-Verbandes RFS zitiert. "Unglücklicherweise passieren manchmal solche Dinge im Fußball, aber ich hoffe, dass so etwas in Montenegro oder in einem anderem Land nicht wieder passiert", sagte Akinfejew.

Für Montenegro dürfte der Skandal ein Nachspiel haben. Beobachter erwarten, dass die UEFA das Spiel nachträglich zugunsten Russlands wertet. So war bereits früher in ähnlichen Fällen entschieden worden.© dpa