Rom (dpa) - Die Fußball-Clubs in Italien müssen sich in Zukunft an den Sicherheitskosten der Spiele beteiligen. Der italienische Senat stimmte einem solchen Gesetz zu, womit es offiziell in Kraft tritt.

Es sieht unter anderem vor, dass die Polizei mit Elektroschockpistolen gegen gewalttätige Fans vorgehen darf. Zudem wurden die Strafen für Hooligans und bei der Beteiligung an Spielmanipulationen verschärft.

Zwischen ein und drei Prozent ihrer Ticketeinnahmen müssen die Vereine zukünftig für die Sicherheitskosten abgeben. Serie-A-Präsident Maurizio Beretta bezeichnete das als "ungerecht". Auch in Deutschland war über solche Maßnahmen diskutiert worden. Die Landesregierung Bremens hatte im Juli beschlossen, als erstes Bundesland den Fußball an den Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen zu beteiligen.

Zudem werden mit dem neuen Gesetz auch die Strafen für Hooligans verschärft: Wer Ausschreitungen auslöst, wird mindestens mit einer Stadionsperre von drei Jahren belegt, Wiederholungstätern drohen sogar fünf bis acht Jahre, wie italienische Medien am Donnerstag berichteten. Bei der Beteiligung an Spielmanipulation sind für die Schuldigen in Zukunft bis zu neun Jahre Haft möglich.© dpa