Kevin-Prince Boateng kritisierte schon öfter, dass er rassistisch beleidigt worden sei. Nun beklagt sich auch erstmals sein Bruder Jerome Boateng über "Affengeräusche" in Stadion. Das sei ihm aber nicht in Deutschland passiert.

Der Fußball hat des Öfteren mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen. Auch deswegen wechselte Kevin-Prince Boateng 2013 vom AC Mailand zum FC Schalke 04. Er wurde in Italien mehrmals rassistisch beleidigt. Offenbar wurde auch schon sein Bruder Jerome Boateng vom FC Bayern München Opfer von Diskriminierungen gegenüber dunkelhäutigen Spielern.

Im Interview mit der "Sport Bild" spricht er erstmals über seine Erfahrungen mit Rassismus in Fußballstadien. "In den Klubs liegt das schon länger zurück, aber in der Nationalmannschaft habe ich so etwas tatsächlich zuletzt in der WM-Qualifikation erlebt", erklärt der Bayern-Verteidiger: "Auf den Färöern kamen von den Tribünen diese Affengeräusche."

Boateng habe damals versucht, das zu ignorieren. Von den rassistischen Beleidigungen wolle er sich aber nicht unterkriegen lassen: "Erfahrungen wie diese motivierten mich zusätzlich für mein heutiges Engagement gegen Rassismus." (am)