Ingolstadt (dpa) - Ein spätes Joker-Tor von Andre Mijatovic hat Spitzenreiter FC Ingolstadt vor der ersten Saisonniederlage in der 2. Fußball-Bundesliga bewahrt. Der eingewechselte Abwehrspieler traf in der Nachspielzeit mit dem Kopf zum 3:3 (2:2) in einem turbulenten Heimspiel gegen Union Berlin.

Sebastian Polter hatte die "Schanzer" zuvor mit seinem Treffer in der 79. Minute geschockt. Ingolstadt war zuvor nach einem 0:2-Rückstand ein tolles Comeback durch Michael Parensen (35. Minute/Eigentor) und Marvin Matip (45.) gelungen. Benjamin Köhler (18./Foulelfmeter) und Christopher Quiring (21.) hatten die Berliner mit einem Doppelschlag in Führung gebracht.

8008 Zuschauer sahen ein turbulentes Spiel, in dem Union den Spitzenreiter nach einem zurecht nicht anerkannten Abseitstreffer von Verteidiger Matip (4.) kalt erwischte. Nach mehr als 500 Minuten ohne Gegentor musste FCI-Schlussmann Ramazan Özcan den Ball beim Elfmeter von Köhler und nach einem Kontertreffer von Quiring gleich zweimal aus dem Netz holen. FCI-Coach Ralph Hasenhüttl reagierte: Er nahm den wirkungslosen Stürmer Tomas Pekhart vom Feld (32.).

Der Erfolg stellte sich rasch ein: Im Zweikampf mit Mathew Leckie unterlief Parensen ein Eigentor. Und Matip glich noch vor der Pause nach einem Freistoß mit einem kuriosen Rücken-Treffer aus. Nach der Pause verflachte die Partie, bis Polter und Mijatovic mit ihren Toren für ein packendes Finale sorgten.© dpa