Der Schock über das viel zu frühe Ableben von Junior Malanda ist noch längst nicht überwunden. Der Profi vom VfL Wolfsburg war am Samstag tödlich verunglückt. Nun berichten belgische Medien von einem schlimmen Verdacht. Der Fahrer des Unglückswagens soll keinen gültigen Führerschein besitzen.

Junior Malanda saß bei dem tödlichen Unfall nicht selbst am Steuer, sondern auf der Rückbank. Das Auto wurde von Anthony D'Alberto gelenkt. Der 20-Jährige ist ebenfalls Fußballer und derzeit beim RSC Anderlecht unter Vertrag. Die belgische Zeitung "sudpress" äußert nun einen schlimmen Verdacht gegen D'Alberto. Er soll keinen gültigen Führerschein besitzen. Zudem soll der Wagen zum Unfallzeitpunkt viel zu schnell unterwegs gewesen sein.

Dass D'Alberto keinen Führerschein vorweisen konnte, wollte die deutsche Polizei auf Anfrage der "Bild" nicht bestätigen. Allerdings sei der Wagen wohl tatsächlich zu schnell unterwegs gewesen. Im Polizeibericht heißt es "das unangepasstes Tempo Unfallursache war. Zum Unfallzeitpunkt gab es Starkregen und Sturmböen. Es herrschte Aquaplaning".

Rund 1.000 Anhänger des VfL Wolfsburg haben am Sonntag mit einem Trauermarsch an Malanda erinnert. Die Fußballfans gingen schweigend hinter einem Banner mit der Aufschrift "R.I.P. Junior" vom Fan-Haus zum VIP-Bereich am Wolfsburger Stadion. Dort hatte der Bundesligaclub ein Kondolenzbuch ausgelegt, in das sich die Fans auch in den nächsten Tagen eintragen können.

Malandas Mannschaft ist inzwischen ins Trainingslager nach Südafrika aufgebrochen. Die Spieler werden dort psychologisch betreut.

(ska/dpa)