Macht der FC Bayern München die Bundesliga langweilig, wenn er der Konkurrenz die besten Spieler wegkauft? In einem Interview mit dem Magazin "Der Spiegel" weist Bayerns Vorstandschef Karl Heinz-Rummenigge den Vorwurf von sich. Hätte der deutsche Rekordmeister die früheren BVB-Spieler Robert Lewandowski und Mario Götze nicht nach München gelotst, würden diese nach Ansicht Rummenigges "jetzt irgendwo im Ausland spielen".

Der Bayern-Vorstand rechtfertigt die Transfers der beiden Spitzenspieler Mario Götze und Robert Lewandowski von Borussia Dortmund: "Wenn wir sie nicht geholt hätten, würden die beiden jetzt irgendwo im Ausland spielen und nicht mehr in der Bundesliga. Beide machen unsere Liga attraktiv."

Vier Erkenntnisse des 11. Spieltags der Fußball-Bundesliga.

Kritiker werfen dem FC Bayern vor, seine Konkurrenten gezielt zu schwächen. Die Spitzenreiter aus München haben derzeit vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg. Dortmund liegt nach elf Spieltagen weit abgeschlagen von den Bayern. Darauf angesprochen, erwidert Rummenigge: "Auch der FC Bayern ist an einer emotionalen Liga interessiert. Und wir brauchen in der Bundesliga mehrere Lokomotiven, nicht nur den FC Bayern."

Der Job seines Vereins sei es, "die Qualität der Mannschaft so zu gestalten, dass sie erfolgreich Fußball spielen". Früher hätten sie entsprechende Spieler "auch mal in Bremen oder Hamburg gefunden, in den vergangen zwei Jahren halt auch in Dortmund". Rummenigge sieht die Borussen auch künftig als Bayerns größten Konkurrenten, da sie eine gute Mannschaft, einen guten Trainer und - trotz seinen jüngsten Fehden mit den BVB-Bossen - ein gutes Management hätten. (com)