München (dpa) - Der KSC darf weiter vom Aufstieg träumen. Während Düsseldorf und Braunschweig zum Auftakt des Spieltags patzen, sind die Badener nun Tabellenzweiter.

Der Karlsruher SC ist in der 2. Fußball-Bundesliga auf den zweiten Platz geklettert. Zum Auftakt des 21. Spieltags gewannen die Badener mit 1:0 (1:0) beim 1. FC Heidenheim und überholten damit den 1. FC Kaiserslautern. Einen erheblichen Rückschlag erlitt dagegen Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer unterlagen Abstiegskandidat Erzgebirge Aue im eigenen Stadion mit 2:3 (1:3). In der dritten Partie am Freitagabend schlug der VfL Bochum Absteiger Eintracht Braunschweig mit 3:2 (2:1).

Der KSC, der seit dem 4. Oktober nur eine Ligapartie verlor, tat sich zu Beginn schwer. Florian Niederlechner (14.) und Marc Schnatterer (17.) vergaben früh erste Hochkaräter für die Gastgeber, bevor Rouwen Hennings (31.) zur Karlsruher Führung traf. Der Stürmer erzielte bereits sein siebtes Saisontor. In der zweiten Halbzeit war der FCH weiter präsent, verpasste es aber, sich mit dem Ausgleich zu belohnen. "Wir haben fünfmal Aluminium getroffen und sind bitter in Rückstand geraten. Nichtsdestotrotz hatten wir genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden", sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt. Mit dem sechsten Auswärtssieg ist der KSC nun das beste Team der 2. Bundesliga in der Fremde.

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KSC springt auf Rang zwei - Düsseldorf patzt daheim

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Eine überraschende Heimpleite musste Düsseldorf hinnehmen. Ohne den gesperrten Abwehrchef Jonathan Tah wirkten die Gastgeber von Beginn an fahrig und fehlerhaft. Neuzugang Bobby Wood brachte die abstiegsbedrohte Elf aus dem Erzgebirge früh mit einem Doppelpack (15./31.) in die Erfolgsspur. Der agile Stefan Mugosa, der bereits Woods erstes Tor vorbereitet hatte, machte mit dem 3:1 (34.) alles klar. Während Axel Bellinghausen (26.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, war der Treffer von Michael Liendl (83./Foulelfmeter) nur noch Ergebniskosmetik. Für Aue war es der erste Auswärtssieg in dieser Spielzeit, in zuvor zehn Partien hatte das Team von Trainer Tomislav Stipic lediglich vier Treffer erzielt.

Für Bundesliga-Absteiger Braunschweig war die Schlappe gegen Bochum nach dem 0:2 gegen Lautern vergangene Woche die zweite Niederlage nacheinander. Die Gäste gewannen trotz früher Führung nach einem Weitschusstor von Mirko Boland (3.) nie richtig Kontrolle über die Partie. Simon Terodde (36.) und Marco Terrazzino (41.) drehten das Spiel nach einer Drangphase der Bochumer in wenigen Minuten. Ein verwandelter Foulelfmeter von Terodde (47.) kurz nach dem Wechsel sorgte für die endgültige Entscheidung, der Anschluss von Damir Vrancic (84.) kam zu spät. "Leider wurden wir für unsere Offensive am Ende nicht belohnt. Es war ein sehr hektisches Spiel", erklärte Braunschweigs Dennis Kruppke unmittelbar nach dem 2:3 in Bochum.© dpa