Frankfurt/Main (dpa) - Frankfurts Toptorjäger Alexander Meier hat seinen Ex-Club Hamburger SV noch tiefer in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga geschossen. Der Eintracht-Stürmer erzielte beim 2:1 (1:1)-Sieg der Hessen beide Treffer.

Meier rehabilitierte sich mit seinem Team damit für den blamablen Auftritt im Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05. Meier traf vor 50 500 Zuschauern in der 12. Minute per Strafstoß und in der 54. Minute. Zoltan Stieber hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste erzielt (45.+1), die Matthias Ostrzolek in der 64. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot verloren.

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Meier zeigte es mit seinen Saisontoren 15 und 16 auch seinen Kritikern. Der Publikumsliebling war nach der 1:3-Niederlage in Mainz unter anderem von Sportdirektor Bruno Hübner kritisiert worden. Allerdings verschoss Meier in der Nachspielzeit einen weiteren Foulelfmeter, als er nur die Latte traf.

Beim HSV saß Kapitän Rafael van der Vaart wie schon eine Woche zuvor beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach zunächst nur auf der Bank. Erst in der 79. Minute wurde der Niederländer eingewechselt. Hamburgs Trainer Josef Zinnbauer nahm lediglich eine Änderung im Vergleich zum vergangenen Sonntag vor. Für den verletzten Ivica Olic spielte Artjoms Rudnevs in der Sturmspitze.

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Und der Lette hatte gleich die erste gute Szene der Partie. Bereits in der zweiten Minute lief der Angreifer allein auf Frankfurts Torwart Kevin Trapp zu, scheiterte aber am gut reagierenden Keeper der Eintracht.

Danach übernahmen die Gastgeber aber das Kommando. Nur zwei Minuten nach der Rudnevs-Chance tauchte Stefan Aigner allein vor dem Hamburger Tor auf, trat im Strafraum der Gäste aber in den Rasen. Kurz darauf setzte Lucas Piazon Meier in Szene, der aber an HSV-Torwart Jaroslav Drobny scheiterte.

Frankfurts Trainer Thomas Schaaf hatte sein Team nach dem 1:3 in Mainz notgedrungen auf zwei Positionen verändert. Für die gesperrten Carlos Zambrano (Gelb-Rot) und Haris Seferovic (5. Gelbe Karte) standen die beiden Japaner Takashi Inui und Makoto Hasebe in der Startformation.

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Vor allem Inui sorgte anfangs auf der Position hinter der einzigen Spitze Meier für Wirbel und leitete auch die Frankfurter Führung ein. Nach feinem Zuspiel des Asiaten kam Piazon im Zweikampf mit Johan Djourou zu Fall. Meier verwandelte den Strafstoß sicher.

Von den Hamburgern war dagegen erschreckend wenig zu sehen. Lediglich Stieber prüfte Trapp noch einmal mit einem Freistoß aus gut 25 Metern. Ansonsten blieb im Spiel der Norddeutschen vieles Stückwerk. Völlig überraschend fiel daher in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch der Ausgleich. Nach schönem Zuspiel von Nicolai Müller vollstreckte Stieber.

Das unverhoffte Erfolgserlebnis gab den Hanseaten aber keinen Schwung. Stattdessen bestimmten die Hausherren nach dem Wiederanpfiff wieder das Geschehen und gingen durch Meiers feinen Schlenzer ins rechte untere Eck wieder in Führung.

Zinnbauer reagierte und brachte für den blassen Rudnevs in Maximilian Beister einen neuen Angreifer. Allerdings schwächten sich die Gäste kurz darauf selbst. Innerhalb weniger Minuten beging Matthias Ostrzolek zwei Fouls gegen den Frankfurter Stefan Aigner und sah völlig zurecht die Gelb-Rote Karte.© dpa

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