Unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen hat der Einlass in das Berliner Olympiastadion zum Fußball-Länderspiel Deutschland gegen England begonnen. Alle erwachsenen Fans sowie Ehrengäste und Medienvertreter mussten den Ordnern neben der Eintrittskarte auch einen Ausweis vorzeigen.

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Außerdem gab es Leibesvisitationen, die Wachleute kontrollierten alle Taschen und Rucksäcke. Motorradhelme waren verboten. Für die Einlasskontrollen wurden Zelte vor den Stadioneingängen aufgestellt. Mit Durchsagen wurden die Zuschauer um Geduld gebeten. An den Eingängen für Journalisten wurden Körperscanner eingesetzt.

Vier Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel zeigte die Berliner Polizei rund um das Fußballstadion im Westen der Hauptstadt deutliche Präsenz. Auch am Bahnhof Zoo war mehr Polizei als sonst zu sehen. Insgesamt sollten am Abend 1500 Polizisten für die Sicherheit sorgen, darunter 400 aus anderen Bundesländern.

Spürhunde suchen nach Sprengstoff

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Auch aus England reisten einige Polizisten an. Im Stadion sollten während des Spiels 300 Polizisten das Geschehen verfolgen.

Der Anpfiff des Freundschaftsspiels vor 72 000 Zuschauern war für 20.45 Uhr geplant. Die Polizei hatte die Mitarbeiter des Veranstalters überprüft, wie Polizeisprecher Stefan Redlich berichtete. Der Innenbereich des Stadions wurde vor dem Einlass mit Sprengstoff-Spürhunden abgesucht. Gefunden wurde nichts.

Zur Gefährdungslage gebe es keine neuen Erkenntnisse, hieß es bei der Polizei. "Es gibt keine konkreten Hinweise auf eine geplante Gewalttat in der Stadt", sagte Redlich zwei Stunden vor Beginn des Spiels.

Das bislang letzte Spiel der deutschen Nationalelf war bei den Anschlägen von Paris am 13. November vergangenen Jahres Ziel von Terroristen, die aber nicht ins Stade de France in Saint-Denis gelangten.

Das vier Tage später angesetzte Spiel der Deutschen in Hannover wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Bei Terroranschlägen auf dem Flughafen und in einer Metro-Station von Brüssel kamen am Dienstag 31 Menschen ums Leben, rund 340 wurden verletzt.© dpa

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