Rom (dpa) - Nach dem Start nach Maß fühlte sich AS-Rom-Coach Rudi Garcia bestätigt. "Wir haben hart um das Recht gekämpft, in der Champions League zu spielen, und wir haben heute gezeigt, dass wir es verdienen, hier zu sein", sagte der Franzose nach der 5:1-Gala des Bayern-Gegners über ZSKA Moskau.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, es tut mir nur leid für die Verlierer", meinte Garcia am Mittwochabend und mahnte zugleich: "Ein solcher Auftakt kann auch eine Bürde sein." Mit den beiden anderen Gruppen-Konkurrenten Manchester City und München sei nicht zu spaßen, sagte der 50-Jährige.

Einzig die Ausschreitungen von "Ultras" beider Clubs im Stadio Olímpico mit zahlreichen Verletzten trübten den ersten Champions-League-Abend der Römer nach über dreieinhalb Jahren.

Am Donnerstagabend berichtete die Polizei von acht Festnahmen, darunter fünf ZSKA-Anhänger. Außerdem seien vier Polizisten und 14 Stewards verletzt worden. Bereits vor dem Stadion sei es zu ersten Zusammenstößen zwischen den Fans gekommen. Sie hätten sich dann auf den Tribünen fortgesetzt.

Die italienischen Blätter schwärmten am Donnerstag indes vom Offensivfestival. "Roma amüsiert sich und begeistert die anderen, sie verzaubert mit Rhythmus, Geschwindigkeit und steilen Pässen, immer mit dem Fuß auf dem Gaspedal", lautete das Fazit der "Stampa" aus Turin. Andere Medien schrieben von einem "perfekten Abend". Das sei eine "Demonstration der Stärke" gewesen, meinte der "Corriere dello Sport". Das Blatt mahnte aber wie Roma-Trainer García zur Vorsicht: "Wir wissen nicht, wie die Mannschaft mit der Mehrfachbelastung Serie A, Pokal und Europa zurecht kommt."

Nach dem Eindruck der ersten Halbzeit muss sich derzeit aber niemand Sorgen machen. Neuzugang Juan Manuel Iturbe (6.), der überragende Gervinho (10., 30.) und Maicon (20.) lieferten vor 50 000 Zuschauern gegen die hilflosen Russen ein Torespektakel. Bei dem Eigentor von Sergej Ignaschewitsch (50.) hatten die Gäste dann auch noch Pech. Ahmed Mussa (82.) gelang nur noch der Ehrentreffer für ZSKA.

Der Sieg kommt Rom indes teuer zu stehen. Die Auswechslung des verletzten Torschützen Iturbe und eine Knieverletzung von Verteidiger Davide Astori trüben die Aussichten. Astori muss mindestens drei Wochen pausieren, teilte der Club mit. Wie schnell sich Iturbe von der Muskelzerrung erholen wird, war am Donnerstag offen. Trainer García baut auf den Paraguayer. Er und Gervinho sollen die Römer in die nächste Runde katapultieren.© dpa