Mainz (dpa) - Gefürchtet ist Carlos Zambrano bei den Stürmern der Fußball-Bundesliga. Der Innenverteidiger von Eintracht Frankfurt schont weder sich noch andere, provoziert und attackiert und schießt auch manchmal über das Ziel hinaus.

Gelbe Karten sammelt der Peruaner regelmäßig, 40 in 105 Bundesligaspielen stehen bislang in der Statistik. Umso überraschender: Die Gelb-Rote Karte gegen Mainz 05 war Zambranos Platzverweis-Premiere in der Bundesliga. Als Zweitligaspieler für St. Pauli hatte Zambrano 2012 auch einmal die Ampelkarte gesehen.

Der 05er Pablo De Blasis war nach einem Ellbogencheck zu Boden gegangen. Gelb-Rot nach 83 Minuten wegen wiederholten Foulspiels. "Klar berechtigt" war der Platzverweis, meinte sogar Mitspieler Marco Russ. "Er muss das in den Griff bekommen, sonst schwächt er uns in den nächsten Wochen weiter", sagte der Frankfurter. Zambrano war nach Verbüßung einer Gelb-Sperre gerade erst wieder zurück. Jetzt fehlt der Peruaner am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV erneut.

Frankfurts Sportchef Bruno Hübner fordert mehr Fingerspitzengefühl von den Referees. "Gepfiffen wird immer gegen den Abwehrspieler", erklärte er. 05-Stürmer Shinji Okazaki habe ständig provoziert. "Der Schiedsrichter hat auch die Aufgabe, den Abwehrspieler zu schützen."© dpa