Leipzig (dpa) - Trainer Alexander Zorniger vom Fußball-Zweitligisten RB Leipzig ist die Diskussionen um seinen Verein leid.

"Das Problem ist für viele das System und dass wir der ganzen Liga und dem professionellen Fußball extrem den Spiegel vorhalten", sagte er in einem Interview des Internetportals "Sport1.de".

Der Profi-Fußball sei kommerzialisiert. "In den ersten drei Ligen im Fußball geht es um nichts Anderes, als um Gewinne zu generieren. Wenn das ein Traditionsverein macht, dann wird das mit der Tradition akzeptiert, bei uns aber nicht", sagte Zorniger, der mit Leipzig den Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga schaffte.

Bereits vor der Partie bei Fortuna Düsseldorf hatte Zorniger "die Nicht-Qualität der Statements" angeprangert. Und weiter: "Ich bin mittlerweile in der Lage, darüber zu schmunzeln. Beschäftigen wird mich das immer, weil ich ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden habe."

Er verstehe aber, dass die Diskussionen um den aufstrebenden Leipziger Verein zugenommen haben. "Das Faninteresse wird größer, dann springen viele auf den Zug auf und ich glaube schon, dass es mittlerweile einen Wettbewerb gibt, wer macht die Abneigung noch deutlicher", sagte Zorniger.© dpa