Bremen (dpa) - Nach der Finanzspritze durch den Vermarktungspartner Infront wächst bei Werder Bremen die Hoffnung auf die Verpflichtung von Bryan Ruiz. Der 29 Jahre alte Stürmer aus Costa Rica steht seit einigen Monaten auf der Wunschliste des Fußball-Bundesligaclubs.

Im Sommer scheiterte ein Transfer aus wirtschaftlichen Gründen. Trotz der Infront-Millionen ist die Verpflichtung des WM-Teilnehmers in der Winterpause aber noch keine beschlossene Sache. Fünf Millionen Euro für neue Spieler seien nicht drin, hieß es beim Tabellenletzten. Vor dem Saisonstart soll der FC Fulham rund zwei Millionen Euro für Ruiz gefordert haben. Inzwischen wurde der Profi an den PSV Eindhoven ausgeliehen, an der Ablöseforderung dürfte sich aber wenig geändert haben.

Bei einem Ruiz-Kauf müsste Werder auch das Gehalt für den Spieler übernehmen - möglicherweise in einer Größenordnung, die der klamme Club trotz der Soforthilfe von geschätzten sieben bis neun Millionen Euro nicht stemmen kann. Zumal ein Teil des Geldes in die Stadiongesellschaft fließt. Der Einstieg eines strategischen Partners oder eine moderate Überschuldung ist deshalb weiterhin ein Thema.© dpa