Freiburg (dpa) - Fußball-Bundesligist SC Freiburg wartet nach den Dopingvorwürfen auf weitere Details zu den Anschuldigungen. Der Verein habe sich mit "verschiedenen Fragen" an die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin gewendet, sagte SC-Sprecher Rudi Raschke.

Zudem sei man in Kontakt mit der Kommissionsleiterin Letizia Paoli von der belgischen Universität Leuven, auch SC-Präsident Fritz Keller sei in die Korrespondenz mit eingebunden. "Eine Antwort haben wir bis jetzt noch nicht erhalten", erklärte Raschke, der zugleich die Unterstützung und Mitarbeit des Vereins bei der Aufklärung der Vorwürfe zusicherte.

Nach einer Mitteilung des Kommissionsmitglieds Andreas Singler ohne Rücksprache mit den Kollegen des Gremiums sieht sich der SC Freiburg wie auch der VfB Stuttgart mit dem Vorwurf konfrontiert, Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre Anabolika bestellt zu haben. Dem VfB hatte Paoli unter der Woche "mit tiefem Bedauern" mitgeteilt, es sei der Kommission nicht möglich, der Öffentlichkeit oder auch nur den betroffenen Fußballvereinen sowie dem BDR (Bund Deutscher Radfahrer) das Gutachten und die zugrundeliegenden Unterlagen vor der Veröffentlichung im Abschlussbericht zugänglich zu machen".

Paoli hatte sich nach Singlers Mitteilung am Montag von dessen Vorgehen distanziert. Inhaltlich seien die Anschuldigungen aber "nach meiner Kenntnis durch die Akten belegt", schrieb die Professorin.© dpa