Dortmund (dpa) - Im Medienwirbel um den Maskenball der Dortmunder Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus ging eine andere Erfolgsstory fast unter. Nicht zuletzt deshalb rief Jürgen Klopp das kleine Glück eines weiteren BVB-Profis in Erinnerung.

"Noch schöner als der Jubel von Auba und Marco ist natürlich das Tor von Micki. Ich glaube, da wollten alle auf ihn draufhüpfen", lobte der BVB-Coach seinen Mittelfeldspieler Henrich Mchitarjan nach dem 3:0 im Revierderby gegen Schalke.

Lange Zeit galt der sensible Edeltechniker als Gesicht der BVB-Krise. Spiel für Spiel blieb der im Sommer 2013 für die stattliche Summe von 26 Millionen Euro aus Donezk verpflichtete armenische Nationalspieler weit unter seinen Möglichkeiten - ohne Tor und Assist. Folgerichtig musste sich Mchitarjan zum Start in die Rückrunde zunächst mit einer Rolle als Einwechselspieler begnügen.

Nach seinem schwachen Auftritt beim 3:2 vor einer Woche in Stuttgart schien die Geduld selbst seiner größten Befürworter aufgebraucht. Doch Klopp beorderte Mchitarjan sowohl beim Champions-League-Spiel in Turin als auch im Duell mit Schalke in die Startelf - und bewies dabei ein gutes Gespür. Der Profi zahlte das Vertrauen zurück und traf im Derby zum 2:0. Die Erleichterung stand Mchitarjan ins Gesicht geschrieben: "Heute bin ich sehr, sehr glücklich."© dpa