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16.08.2012, 17:06 Uhr

Affäre um Luisao: Düsseldorf und Benfica einigen sich

Düsseldorf (dpa) - Für die beteiligten Vereine Fortuna Düsseldorf und Benfica Lissabon ist die Affäre um den Ausraster von Fußballprofi Luisao beendet.

Wie der Bundesliga-Aufsteiger am Donnerstag mitteilte, haben sich die beiden Club-Präsidenten Peter Frymuth und Luis Filipe Vieira bei einem Spitzentreffen in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach den Differenzen wegen des abgebrochenen Testspiels auf eine Lösung verständigt.

Das Gespräch sei auf Initiative und im Beisein des portugiesischen Verbandspräsidenten Fernando Gomes und des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach zustande gekommen und "freundschaftlich" verlaufen. Benficas Vereinsführung habe ihr Bedauern über den Ausfall und Spielabbruch zum Ausdruck gebracht, hieß es in der Mitteilung.

Benfica-Profi Luisao hatte in dem Freundschaftsspiel den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer attackiert und zu Boden gestoßen. Fischer war kurz bewusstlos und erlitt eine Gehirnerschütterung. Am Sonntag hatte der Referee bei der Polizei in Hemer Anzeige gegen den brasilianischen Nationalspieler erstattet. Luisao droht also weiter Ungemach, weil die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ein Ermittlungsverfahren einleiten will, sobald die Anzeige vorliegt.

Die Vereine sind indes um Schadensbegrenzung bemüht. "Wir bedauern den Vorfall sehr und freuen uns, dass wir die Irritationen ausräumen und so schnell eine Lösung finden konnten. Uns war es sehr wichtig, dass die freundschaftlichen Beziehungen zu Fortuna Düsseldorf auch in Zukunft bestehenbleiben", betonte Vieira. Auch Fortuna-Boss Frymuth war zufrieden: "Das Treffen hat uns geholfen, die offenen Fragen in einer freundschaftlichen Atmosphäre persönlich anzusprechen und auf eine unbürokratische Art zu regeln. Mit der gefundenen Lösung können wir als Verein sehr zufrieden sein."

Wie die Lösung aussieht, blieb im Dunkeln. Jedoch hatte Düsseldorf nach dem Vorfall die Antrittsgage für die Partie in Höhe von fast 200 000 Euro von Benfica zurückgefordert. Übeltäter Luisao hatte zunächst jegliche Schuld von sich gewiesen.

Alle News vom: 16. August 2012 Zur Übersicht: Sport

25 Meinungen zu "Ausraster-Äffäre ist beendet"

  • VFB1999
    Mittwoch, 22.08.2012, 11:23 Uhr
    Ich finde nicht das der Schiedsrichter eine Show abgezogen hat! Bewusstlos und Gehirnerschütterung kommt nicht einfach von irgendwoher. Ich weiß nicht ob ich lebenslänglich sagen würde. Natürlich hat er eine harte und gerechte Strafe verdient. Aber für immer ist dann vielleicht doch ein bisschen krass. Obwohl so etwas geht natürlich gar nicht was Luisao da gemacht hat. Aber da haben sie sich ja schon geeinigt.
  • lennie1102
    Freitag, 17.08.2012, 13:29 Uhr
    Unglaublich! Klar, Luisao muss rot kriegen und gesperrt werden. Aber was der Schiri für ne Show abzieht ist unter aller Sau! Kuckt doch mal genau hin. Der war nicht bewusstlos. Ein Bewusstloser fällt nicht mit erhobenen Armen zu Boden und liegt dann da wie Jesus am Kreuz. Und seit wann bekommt man von nem Stoß auf die Brust ne Gehirnerschütterung? Beschämend für Schiri Fischer!
  • WESEDF
    Freitag, 17.08.2012, 13:25 Uhr
    dem gehört einfach lebenslang die Spiellizens entzogen und damit wär der ganze mist zu ende
  • benutzer
    Freitag, 17.08.2012, 13:09 Uhr
    warum hat sich düsseldorf nicht für die wrestling-liga entschieden?
  • Shenlong
    Freitag, 17.08.2012, 12:10 Uhr
    Die Gehirnerschütterung hat ihm ein "vertrauter" Arzt attesitiert... Total witzig, er war bewusstlos, deswegen hob er auch beide Beine beim Fallen an. Klar logisch, wenn ich bewusstlos bin hebe ich immer meine Beine. Achtung das war Sarkasmus. Der Schiedsrichter sollte zum Film gehen, doch selbst da braucht er noch ein wenig Übung. Keine Frage, Luisao muss für so eine Aktion gesperrt werden, das geht nicht. Aber der Schiedsrichter sollte sich die Spieler nicht zum Vorbild nehmen, ebenfalls sperren.
  • JeanBarth
    Freitag, 17.08.2012, 12:04 Uhr
    @Vernunftsmensch Dein Vergleich hinkt meiner Meinung nach ein wenig. Sicher würde dieser Mitarbeiter entlassen und bekäme aller Voraussicht eine zivilrechtliche Strafe. Das würde ihn aber nicht daran hindern sofort in einem anderen Geschäft wieder zu arbeiten. Spert man aber diesen Spieler lebenslang kann er nicht einfach beim nächsten Verein wieder anfangen zu spielen. Das dieser Spieler eine Strafe verdient und sicher auch bekommt ist selbstverständlich. Ich halte so 6-10 Spiele für völlig gerechtfertigt und ausreichend. Man darf dabei auch nicht vergessen, das die Klage des Schiedsrichters noch aussteht und sich sicher vereinsintern auch noch was ergeben wird. Das sollte es aber auch gewesen sein. Und mal an alle, die hier meinen der Schiedrichter ist ein Weichei oder so. Ich war im Stadion und habe den Vorfall ziemlich genau gesehen. Das war wie ein Lucky Punch im Boxen. Ich möchte denjenigen sehen, der danach aufgestanden wäre, lacht und weiterspielen lässt.
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