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28.08.2013, 12:38 Uhr

König von Europa: auch Blatter ist für Franck Ribery

Monte Carlo (dpa) - Für Bastian Schweinsteiger und Karl-Heinz Rummenigge ist die Sache klar. Und auch Fifa-Boss Joseph Blatter hat sich festgelegt. Wenn im Grimaldi Forum von Monte Carlo Europas Fußballer des Jahres am Donnerstag gekürt wird, kann es nur einen Sieger geben: Franck Ribéry.

"Ich wünsche ihm, dass er am Donnerstag verdient Europas Fußballer des Jahres wird. Er stellt Extraklasse dar und es wäre schön, wenn das auch europaweit so gesehen wird und nicht nur in Deutschland", sagte Bayern Münchens Vorstandschef Rummenigge.

Die Restzweifel an einer Auszeichnung des in der Münchner Triple-Saison überragenden Franzosen sind nur durch die prominenten Namen der Konkurrenz begründet. Lionel Messi und Cristiano Ronaldo schafften es bei der Wahl durch 53 europäische Fußball-Journalisten auch ohne ganz großen Titel in die Endrunde der letzten Drei.

"Ich würde es dem Franck wünschen, wenn er es werden würde. Er hat eine sehr, sehr gute Saison gespielt, letzte Saison. Wir haben viele Titel geholt. Da hat er mit Sicherheit einen Vorteil gegenüber den anderen beiden", sagte Teamkollege Schweinsteiger, der in der Vorauswahl auf Platz sieben landete.

Guardiola: Messi und Ribery "auf dem selben Niveau"

Und Ribéry selbst? Der 30-Jährige hat schon bekundet, wie viel ihm diese Ehrung bedeuten würde. "Ich hoffe, ich gewinne diesen Titel. Ich habe alles dafür gemacht, individuell und kollektiv mit der ganzen Mannschaft", sagte er. Meistertitel, Pokalsieg und als Krönung der Champions-League-Triumph, mehr ging nicht für Ribéry mit den Bayern.

Franck Ribery

Franck Ribéry hat die Nachricht von der Nominierung zum Fußballer des Jahres in Europa mit großer Freude vernommen. "Das macht mich stolz, ich bin so glücklich - für mich, die ganze... >

Messi wurde mit dem FC Barcelona nur spanischer Meister und wurde mit seinem Club im Halbfinale der Königsklasse von den Bayern mit Ribéry gedemütigt. Ronaldo kann 2013 gar keine Trophäe aufweisen. Für ihn sprechen nur zwölf Tore als Saisonbestwert in der Champions League und sein guter Name. "Der einzige Unterschied sind die Tore, aber fußballerisch ist er auf dem selben Niveau", sagte Bayern-Coach Pep Guardiola über Ribéry.

Bei Fußballer-Wahlen entstand in den vergangenen Jahren häufig der Eindruck, dass Meriten der Vergangenheit mehr zählten als aktuelle Höchstleistungen. Doch Ribéry kann hoffen. Als 2012 in Monte Carlo Europas Bester gekürt wurde, hieß der Sieger Andres Iniesta, der mit Spanien immerhin Europameister geworden war. Ronaldo stand säuerlich dreinblickend daneben. Nur Messi zeigte sich als fairer Verlierer.

Franck Ribery "ist fußballerisch eine Kanone"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist überzeugt, dass es keinen Zweifel an der Wahl Ribérys geben kann. "Sportlich gibt es überhaupt keine Gründe, Franck nicht zu wählen - wenn, dann können das nur politische sein", sagte er der "Sport Bild". Sogar Fifa-Präsident Blatter drückt Ribéry die Daumen. "Er ist fußballerisch eine Kanone, sehr engagiert, er kämpft und rennt hinten und vorne, will Tore schießen. Er ist auch ein guter Teamspieler und hat sich auch menschlich verbessert", sagte Blatter der "Sport Bild".

Im Privatjet düst Ribéry am Vortag des Supercup-Endspiels in Prag gegen den FC Chelsea mit Rummenigge nach Monaco. Der Bayern-Boss kann dabei erzählen, wie es sich anfühlt, zu Europas Bestem gekürt zu werden. Als Bayern-Stürmer wurde er 1980 und 1981 geeehrt. Letzter deutscher Sieger war 1996 Matthias Sammer. In der Finalrunde stand 2001 und 2002 letztmals Oliver Kahn als Bundesliga-Profi.

Die Europa-Wahl gilt auch als Indiz für die noch bedeutendere Auszeichnung zum Weltfußballer im Januar 2014. Gerade diese Ehrung war zuletzt von Kritik begleitet gewesen - nicht wegen Vierfach-Sieger Messi, sondern wegen der diskutablen Auswahl der drei Finalkandidaten. Auch die Europa-Auszeichnung sorgte schon für Verwunderung. Trotz zwei deutscher Vereine im Champions-League-Finale schaffte es nur Ribéry ins Finale. Erst auf den Plätzen vier bis sieben folgten Arjen Robben, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Schweinsteiger.

© dpa

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