Brüssel (dpa) - Beim tödlichen Unfall von Junior Malanda hat auch der belgische Verteidiger Anthony D'Alberto aus der U 21-Mannschaft des RSC Anderlecht im Unglückswagen gesessen.

Fassungslosigkeit und Schmerz: So trauert die Fußballwelt um Malanda.

Bei dem Unfall auf der A2, bei dem Fußballprofi Junior Malanda vom VfL Wolfsburg am Samstag ums Leben gekommen war, saß noch ein weiterer Fußballprofi im Auto: Anthony D'Alberto vom RSC Anderlecht. Das teilte der belgische Fußball-Club auf seiner Internetseite mit. Der 20-Jährige war Polizeiangaben zufolge schwer verletzt in ein Krankenhaus gekommen, bei ihm bestand keine Lebensgefahr. "Der RSC Anderlecht wünscht ihm eine schnelle Genesung", schrieb der Verein.

Malanda vom Bundesligisten VfL Wolfsburg war bei dem Unfall am Samstagnachmittag auf der A 2 in der Nähe von Porta Westfalica ums Leben gekommen. Er war auf dem Weg zum Flughafen in Braunschweig, um mit seinem Verein in das Wintertrainingslager nach Südafrika zu reisen.

"Haben einen außergewöhnlichen Fußballer verloren.

Seine Mitspieler von Vorgesetzen reagierten tief bestürzt. "Alle Spieler sind total am Boden zerstört, wir können unsere Fassungslosigkeit kaum in Worte fassen. Wir haben einen lebensfrohen, lernbegierigen Menschen und einen außergewöhnlichen Fußballer verloren", erklärte VfL-Manager Klaus Allofs. Nur mit viel Mühe richtete Hecking den Blick nach vorn: "Es geht weiter im Leben, das müssen wir vor allem den jungen Spielern vermitteln."

Trotz des Todesfalls wollten die Wolfsburger am Sonntagabend mit eintägiger Verspätung in das Trainingslager nach Südafrika reisen. "Es war keine leichte Entscheidung, aber es ist die absolut richtige Entscheidung. Junior wollte den Erfolg. Das ist das Letzte, was wir für ihn tun können", begründete Manager Allofs die "schwierige Entscheidung" nach eintägiger Bedenkzeit. Bei der Trauerarbeit am Kap der Guten Hoffnung erhalten die Profis professionelle Unterstützung von einem Psychologen.