Madrid (dpa) - Wegen der angeblichen Manipulation eines Spiels in der Ersten spanischen Fußball-Liga will die Staatsanwaltschaft den Club Real Saragossa und 36 Profis vor Gericht stellen.

Es bestehe der Verdacht, dass der Ausgang des Spiels UD Levante gegen Real Saragossa (1:2) im Mai 2011 mit einer Bestechungssumme von 965 000 Euro beeinflusst worden sei, betonte der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsvergehen, Alejandro Luzón.

Saragossa hatte sich mit dem Erfolg am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 den Klassenverbleib gesichert. Für Levante ging es in der Partie um nichts mehr. Der Staatsanwalt reichte am 15. Dezember bei der Justiz in Valencia ein Klagegesuch gegen den Verein Real Saragossa und insgesamt 41 Verdächtige ein.

Darunter sind Saragossas damaliger Clubchef Agapito Iglesias, weitere Ex-Vorstandsmitglieder, der damalige Trainer Javier Aguirre und jeweils 18 Profis beider Vereine. Dazu gehört auch Gabi Fernández, der Kapitän des amtieren spanischen Meisters Atlético Madrid, der damals für Saragossa gespielt und beide Treffer zum 2:1-Sieg bei UD Levante erzielt hatte.

Der Staatsanwalt legt den Verdächtigen sportlichen Betrug zur Last, was nach spanischem Recht mit Haftstrafen zwischen sechs Monaten und vier Jahren geahndet werden kann.