Köln (dpa) - Auf diese wunderbaren Ereignisse mussten nicht nur die "Effzeh"-Anhänger lange warten. Auch Kevin Vogt und Simon Zoller übten sich beim 1. FC Köln lange in Geduld.

Am Samstag war es soweit: Beide Neuzugänge der Rheinländer trafen zu ihrer persönlichen Premiere: der einstige Augsburger Vogt zum 1:0 in der 40., der frühere Lauterer Zoller zum entscheidenden 2:1 in der 74. Minute.

Und es war durchaus Geschichtsträchtiges. Das 1:0 war das 1500. Heimtor in der Bundesliga-Historie der Kölner und das erste nach dem Wiederaufstieg. Da wollte auch Drei-Millionen-Euro-Einkauf Zoller nicht nachstehen: Der FC-Königstransfer, der bislang leer ausgegangen war, schrie nach seinem Erfolgserlebnis seinen ganzen Frust hinaus ob dieses einen Treffers.

Und der 23-Jährige wusste, bei wem er sich erkenntlich zeigen musste: bei Trainer Peter Stöger. Ihm war er "dankbar für das Vertrauen". Denn zwischendurch war für Zoller nur Platz auf der Tribüne.

Eines gab er zu: Das Siegtor gegen den BVB war fast ein Geschenk. "Ich war selber überrascht, als der Ball plötzlich vor mir lag." Doch weil Roman Weidenfeller am Spielgerät vorbeiflog und Lukasz Piszczek wegrutschte, stand Zoller plötzlich ganz allein und frei vor dem BVB-Gehäuse - der Rest war ein Kinderspiel.© dpa