Berlin (dpa) - Der VfL Wolfsburg hat seine Position in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Niedersachsen gewannen auch beim VfB Stuttgart mit 4:0.

Der Hamburger SV feierte am 10. Spieltag mit dem 1:0 gegen Bayer Leverkusen ihren ersten Heimsieg seit dem 4. April und setzte sich ein wenig vom Tabellenende ab.

Unter dem neuen Trainer Viktor Skripnik stoppte Werder Bremen seine Talfahrt und feierte mit dem 2:1 beim FSV Mainz 05 den ersten Erfolg in dieser Spielzeit. Hannover 96 bezwang Eintracht Frankfurt mit 1:0 und rehabilitierte sich damit für die Pokalschlappe unter der Woche in Aalen.

Auch der zuletzt so torhungrige VfB Stuttgart konnte den Wolfsburger Höhenflug nicht stoppen. Durch Treffer von Ivan Perisic (15. Minute) und Robin Knoche (45.+1) stellte das Team von Coach Dieter Hecking in der Mercedes-Benz-Arena schon vor der Pause die Weichen auf Sieg. Am Ende stand nach weiteren Treffern durch Kevin De Bruyne (48.) und Perisic (88.) der fünfte Erfolg der "Wölfe" in Serie gegen die Schwaben, die unter Trainer-Rückkehrer Armin Veh weiter nicht in Tritt kommen.

Die Niedersachsen gewinnen hoch beim VfB Stuttgart - HSV siegt.

Beim Bundesliga-Debüt von Dutt-Nachfolger Skripnik drohte den Bremern in Mainz nach dem frühen Rückstand durch das sechste Saisontor des Japaners Shinji Okazaki (3.) der nächste Rückschlag. Doch die Hanseaten kamen ins Spiel zurück und noch vor der Pause durch Franco di Santo zum Ausgleich, nachdem der Argentinier zuvor mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter an 05-Keeper Loris Karius gescheitert war. Mit seinem sechsten Treffer in dieser Saison machte di Santo (49.) den ersten Erfolg für die Norddeutschen perfekt, die den letzten Tabellenplatz an den SC Freiburg abgaben.

Sieben Monate hatte der HSV seit dem 2:1 gegen Bayer Leverkusen Anfang April auf einen Sieg im eigenen Stadion warten müssen. Weil Rafael van der Vaart in der 26. Minute einen Foulelfmeter nervenstark verwandelte, klappte es beim erneuten Gastspiel der Werkself endlich. In einer von beiden Seiten knüppelhart geführten Begegnung stand vor allem Bayer-Profi Hakan Calhanoglu im Blickpunkt. Der frühere Hamburger wurde bei seiner Rückkehr in den Volkspark von den HSV-Fans mit gellenden Pfiffen empfangen. Die größte Ausgleichschance für Bayer verpasste Karim Bellarabi, der in der Nachspielzeit (90.+4) am Innenpfosten scheiterte.

Ein Eigentor von Eintracht-Abwehrspieler Alexander Madlung in der 88. Minute bescherte Hannover einen glücklichen Erfolg gegen Frankfurt. Bis dahin hatten beide Teams eine wenig unterhaltsame Vorstellung geboten. Dabei offenbarten die Niedersachsen einmal mehr ihre Probleme in der Offensive.© dpa