Dem "weißen Sport" droht ein veritabler Manipulationsskandal. Nach Weltnummer eins Novak Djokovic kritisiert nun auch die Nummer zwei, Andy Murray, die gängige Sponsorenpraxis.

Der Weltranglisten-Zweite Andy Murray hat die Veranstalter von Tennisturnieren angesichts der jüngsten Berichte über mögliche Spielmanipulationen für Sponsorenverträge mit Wettanbietern kritisiert.

Dem "weißen Sport" droht ein riesiger Manipulationsskandal.

"Ich denke, das ist ein bisschen heuchlerisch", sagte der Brite am Dienstag in Melbourne. "Ich glaube, die Spieler dürfen nicht von Wettanbietern gesponsert werden, aber die Turniere wohl. Das ist ein bisschen komisch", sagte der Olympiasieger von 2012.

Am Montag hatte bereits der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic aus Serbien entsprechende Werbeverträge kritisiert. So haben zum Beispiel auch die Australian Open in diesem Jahr eine Vereinbarung mit einem Wettanbieter.

Auch das Hamburger Turnier wurde lange von einem Wettanbieter gesponsert. "Darüber muss man auf jeden Fall diskutieren. Es ist ein schmaler Grat. Ja, ich würde sagen, es ist grenzwertig", sagte Djokovic.© dpa

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