Einen Tag nach dem Abschluss der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi erschüttert eine traurige Nachricht die Sportwelt: Die deutsche Biathletin Julia Pieper ist tot.

Wie das Portal "biathlon-online.de" vermeldet, ist Julia Pieper verstorben. Die 19 Jahre alte Biathletin vom WSV Oberhof war als hoffnungsvolles Nachwuchstalent gehandelt worden. "Biathlon-online und die Biathlon-Fangemeinde trauern um ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und all ihren Freunden", heißt es in der Mitteilung.

Offizielle Informationen zur Todesursache gibt es derzeit nicht. Nach einem Bericht der Zeitschrift "Bunte" nahm sich die junge Frau das Leben. "Frau Pieper wurde am Nachmittag des 16. Februar hinter verschlossenen Türen gefunden", sagte Ludger Rath, der Pressesprecher der Polizei im Hochsauerlandkreis, dem Blatt. Nach den Ermittlungen gebe es kein Fremdverschulden. Die 19-Jährige habe sich erschossen.

Nach Informationen der Zeitung "Welt" benutzte Pieper ihr Biathlongewehr. Seit mehreren Jahren soll sie psychische Probleme gehabt haben und bereits in einer Klinik wegen Essstörungen behandelt worden sein. Sie war in einer Beziehung mit dem Rodler Toni Förtsch.

Die deutschen Olympiateilnehmerinnen haben von Piepers Suizid bereits am vergangenen Dienstag erfahren. Die Biathletinnen Laura Dahlmeier und Franziska Preuß haben früher gemeinsam mit Pieper trainiert.

Julia Pieper besuchte das Sportgymnasium in Oberhof und gehörte dem C-Kader des Deutschen Skiverbandes an. 2013 nahm sie neben Dahlmeier und Preuß an der Junioren-Weltmeisterschaft in Obertillach teil. Am 28. Dezember trat die junge Sportlerin außerdem bei dem Biathlon-Event in der Schalker Fußball-Arena für die Junioren an. (men/com)