Die deutschen Rennrodler sind mit zwei Goldmedaillen in die Heim-WM am bayerischen Königssee gestartet.

Olympiasieger Felix Loch und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt sicherten sich auf ihrer Heimbahn die ersten Sprint-Weltmeistertitel der Geschichte.

Eine dicke Überraschung gab es dagegen bei den Damen: Mit der Schweizerin Martina Kocher holte erstmals seit 2009 wieder eine nicht aus dem deutschen Team stammende Athletin einen WM-Titel. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger und Europameisterin Dajana Eitberger fuhren zu Silber und Bronze.

"Natürlich hätten wir gleich zum Auftakt gerne alle drei Sprint-Wettbewerbe gewonnen", sagte Bundestrainer Norbert Loch in der ARD. "Aber ich denke, die Natalie wird das auch respektieren, weil die Leistung von der Martina muss man erst mal bringen."

Gewohnt stark präsentierte sich dagegen sein Sohn Felix, der nur wenige Minuten von der ältesten Kunsteisbahn der Welt entfernt wohnt. "Es ist unheimlich geil, wenn du hier runter fährst und ins Ziel fährst und alle dir zuschreien", sagte Loch. Mit seinem klaren Sieg machte der 26-Jährige einen deutschen Dreifacherfolg bei den Männern perfekt. Zu Silber und Bronze fuhren seine Teamkollegen Andi Langenhan und Ralf Palik.

Auch Wendl/Arlt profitierten im ersten Wettbewerb des Wochenendes von ihrer Heimstärke. "Wir haben den ganzen Sommer auf diesen Höhepunkt hintrainiert und alles richtig gemacht", sagte Wendl. Für ihre teaminternen Rivalen Toni Eggert/Sascha Benecken begann das Wochenende dagegen enttäuschend: Wegen eines 200 Gramm zu schweren Schlittens bekamen die beiden Silber nach dem Rennen aberkannt.© dpa