Barcelona (dpa) - Topfavorit USA hat bei der Basketball-WM in Spanien als erste Mannschaft das Finale erreicht. Die NBA-Stars setzten sich in Barcelona gegen Vize-Europameister Litauen mit 96:68 (43:35) durch.

Das Team von Trainer Mike Krzyzewski ist damit nur noch einen Sieg von der Titelverteidigung entfernt. Im Endspiel treffen die Amerikaner am Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Frankreich und Serbien. Bester Werfer des US-Teams gegen Litauen war Kyrie Irving mit 18 Punkten. WM-Gastgeber Spanien war am Mittwoch überraschend an Frankreich gescheitert.

Die Amerikaner kamen dagegen auch gegen Litauen nicht wirklich in Gefahr. Zwar versprühte der große Gold-Kandidat anfangs nur wenig Glanz. Doch gegen die sich zwei Viertel tapfer wehrenden Litauer waren dieses Mal zunächst auch mehr Einsatz und Widerstandsfähigkeit gefragt als spektakuläre Flugshows.

Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten sich die NBA-Profis erstmals zweistellig ab und beseitigten damit jegliche Zweifel am Finaleinzug. Die US-Boys zogen schnell von 43:35 auf 53:35 davon und hatten den Gegner nun sicher im Griff.

Den Litauern gelang im dritten Abschnitt dagegen so gut wie gar nichts, so dass die USA allein diese zehn Minuten mit 33:14 für sich entschieden. Davon erholte sich der EM-Zweite nicht mehr, die Amerikaner schalteten nun in den Show-Modus und sorgten doch noch für beste Unterhaltung.

Für die Spanier war das eigentlich fest eingeplante Final-Duell mit den Amerikanern am Tag zuvor dagegen völlig überraschend geplatzt. Gegen Frankreich lief beim großen Herausforderer der USA nichts zusammen, die goldene Generation der Iberer erlebte die nächste bittere Enttäuschung. "Die Niederlage aller Zeiten: Spanien verliert gegen Frankreich und verpasst das Halbfinale einer WM, bei der die Krönung eigentlich vorprogrammiert war", schrieb die Tageszeitung "El Mundo".© dpa